Esoteric Ebb ist ein isometrisches Einzelspieler-RPG. Enthülle eine politische Verschwörung mit deinem Goblin-Gefährt·innen. Würfel, trifft spannende Entscheidungen und erkundet eine Stadt am Rande ihrer ersten Wahl überhaupt. Werde ein(e) legendäre(r) Kleriker·in oder ruiniere die Kampagne komplett.
Story
Esoteric Ebb
Wir schlüpfen in die Rolle eines Klerikers der Stadt Norvik. Die Stadt ist gerade in Aufruhr, denn es stehen Wahlen an und verschiedene Parteien buhlen um den Platz an der Spitze. Doch während der Wahlen hat jemand Unbekanntes ein Teehaus gesprengt, und es liegt an unserem namenlosen Kleriker, den Täter zu finden. Gleichzeitig werden wir auch massiven Einfluss auf die Wahlen in Norvik nehmen. Ob der Kleriker sich als Retter der Stadt oder als Fluch entpuppt, liegt ganz in den Händen des Spieler·innen.
Gameplay
Esoteric Ebb
Zu Beginn des Spiels muss der eigene Charakter erstellt werden, auch wenn einem die Wahl der Klasse abgenommen wird. Wie man seine Fertigkeitenpunkte jedoch verteilen will, bleibt einem ganz allein überlassen. Wer alle seine verfügbaren Punkte in Stärke und Charme packen will, kann das genauso machen wie jemand, der einen ausgewogenen Kleriker will. Das Schöne dabei ist, dass man sich nicht verskillen kann. Alle Attribute können zum gewünschten Ziel führen, wenn man sich clever anstellt und Würfelglück hat. Es ist eines der Elemente, die »Esoteric Ebb« ganz speziell machen.
Esoteric Ebb
Spielerisch folgt »Esoteric Ebb« dem Grundgerüst klassischer CRPGs und orientiert sich stark am Pen-&-Paper-Spiel Dungeons & Dragons. Aus der Isoperspektive bewegen wir unseren Kleriker durch die Welt und interagieren per Mausklick mit Gegenständen und Charakteren. Dabei wird der Entdeckerdrang vom Spiel besonders gefördert, denn Norvik bietet Geheimnisse, die darauf warten, von eurem Kleriker gelüftet zu werden. Zugleich dürfen wir unsere eigentliche Aufgabe nie aus den Augen lassen, denn die Zeit drängt und die Wahl findet in wenigen Tagen statt. Jede Interaktion, etwa die Vernehmung von Zeug·innen, eröffnet uns nach und nach neue Optionen.
Den allergrößten Teil wird man nämlich mit Lesen verbringen. Seien es Dialoge mit den Bewohner·innen von Norvik oder mit den eigenen Attributen, die alle ihre ganz individuelle Stimme haben.
Die »Stärke« möchte logischerweise alle Probleme oder Konflikte mit körperlichem Einsatz erledigen, während Attribute wie der »Charme« oder die »Intelligenz« auf andere Möglichkeiten hinweisen. Wofür man sich aber schlussendlich entscheidet, liegt ganz bei den Spieler·innen, denn selbst wenn man körperlich nur schwach ist, kann man trotzdem versuchen, Begegnungen mit Stärke zu überstehen. Dazu wird dann, wie in einem Tabletop-Rollenspiel üblich, ein 20-seitiger Würfel geworfen, der je nach den Werten in den eigenen Skills mehr oder weniger schwierig zu schaffen ist.
Als Kleriker ist man zwar für Kämpfe gewappnet, doch eigentlich auch dafür ausgebildet, sie wenn möglich zu vermeiden. Kommt es dann irgendwann trotzdem zu einem Gefecht, läuft es über ein vereinfachtes Rollenspielsystem ab. Man würfelt nicht, ob man mit Attacken trifft, ob Zaubersprüche klappen oder ob man Angriffe über die Rüstungsklasse abwehren kann. Stattdessen gibt einem das Spiel mehrere Optionen an die Hand, wie man eine Situation angehen will. Entscheidet man sich für ein Ausweichmanöver und die Flucht oder verstärkt man sich per Zauber, um gegnerische Angriffe besser auszuhalten?
Fazit
Esoteric
»Esoteric Ebb« kann fast auf ganzer Linie überzeugen. Es ist nicht nur spielerisch clever, sondern hat auch intelligente Dialoge, die fantastisch geschrieben sind. Dass nur auf Englisch gespielt werden kann, ist zwar verständlich und kein Negativpunkt an sich, aber trotzdem sehr schade. Wer Bock auf ein Rollenspiel in Richtung »Dungeons & Dragons« hat, kann mit »Esoteric Ebb« nichts falsch machen!