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Everreach – Project Eden

Rezension von Cronn

 

Ich schwinge mich auf das Hoverbike und rase los. Unter mir spritzt das Wasser auf, als ich über die Oberfläche eines gigantischen Sees auf dieser fremdartigen Welt hinwegflitze. Plötzlich taucht ein Raumschiff auf und visiert mich an.

Kreisförmig erkenne ich rote Aufschlagsorte von Bomben, die sich nähern. Ich weiche den Kreisen aus und umschiffe auch andere Hindernisse.

Jetzt ist hier eine Drohne zu sehen. Ich schieße sie ab und schließlich gelange ich auf ein freies Plateau. Mein Sprit ist alle.

Nun muss ich zu Fuß weiterlaufen. Ich erklimme einen Hügel und bin nun auf der Anhöhe. Unter mir erstreckt sich ein weitläufiges Tal voller sich friedlich wiegendem Gras. Mitten darin ist ein futuristisch aussehendes Gebäude.

Ich nähere mich der Wohnstation und finde einen toten Astronauten. Vor ihm liegt ein Pad im Gras, das ich aufnehmen und lesen kann. Darin erfahre ich, dass die Bewohner eine seltsame untergegangene Kultur gefunden haben, die bereits Tausende von Jahren alt ist.

Nun liegt es an mir, mehr über diese Zivilisation herauszufinden …

 

Everreach – Project Eden ist jüngst auf dem PC erschienen. Entwickelt wurde es von Elder Games. Der Publisher ist Headup Games. Doch worum dreht es sich dabei und wie gelungen ist »Everreach – Project Eden«?

 

Hintergrund:

In »Everreach – Project Eden« schlüpft der Spieler in die Rolle von Nora Harwood, welche in der Security-Abteilung von Everreach arbeitet. Diese Firma ist befasst mit der Kolonisierung des Planeten Eden. Dort mehren sich aber merkwürdige Ereignisse, u. a. bricht der Kontakt ab. Nora untersucht daraufhin mit ihren Kollegen gemeinsam den Planeten, wird aber von ihnen getrennt. Zu Fuß und auf dem Hoverbike eilt sie zur Rettung.

 

Gameplay:

»Everreach – Project Eden« wird als Action-RPG vermarktet, was die Kernelemente zusammenfasst. Dabei ist man in relativ überschaubaren Levelschläuchen unterwegs, um z. B. Radar-Anlagen anzuschalten oder ähnliches.

Die eigene Spielfigur kann man in zahlreichen Upgrades aufleveln. Zusätzlich existiert ein kleines Skill-System. Dies ist aber nicht mit den Progressionssystemen bei Fallout 4 oder Skyrim zu vergleichen, sondern eher vom Ansatz her ähnlich.

 

Die Maus-Tastatur-Steuerung ist etwas hakelig. Manchmal bleibt die Figur an Ecken hängen, wo man nicht dachte, dass dies geschehen könnte. Es gibt kein freies Speichern. Die Checkpoints sind z. T. unfair verteilt, sodass z. B. die erste Hoverbike-Sequenz mehrmals ermüdend wiederholt werden muss, ehe man Erfolg hat. Hier ist Trial-And-Error-Learning angesagt, eine ungewohnte Gameplay-Mechanik heutzutage.

 

Grafik und Sound:

Auf den ersten Blick erscheint »Everreach – Project Eden« sehr hübsch zu sein. Doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man die Schwächen allerorten. Die Animationen der Hauptfigur sind beim Laufen unnatürlich. Die Blendeffekte der Sonne sind übertrieben und selbst in den Gebäuden vorhanden, wo Lichtglanzeffekte weniger stark sein sollten. In der Entfernung ist die Sicht verschwommen, was erst beim Zielen über Kimme und Korn scharf wird: Eine höchst fragwürdige Designentscheidung.

 

Der Sound ist ordentlich und lässt eine klare Ortung von Gegnern zu. Diese sind gelungen gestaltet und wirken in ihrer Umgebung organisch. Deren Intelligenz ist allerdings ausbaufähig. Sie bleiben gerne mal dort hängen, wo sie keinen Schaden anrichten können – schießen aber wie wild auf den Spieler.

 

Fazit:

»Everreach – Project Eden« ist ein Spiel, das im unteren Mittel der Spieleerscheinungen zu verorten ist. Seine prinzipiellen Mechaniken funktionieren zwar, aber an allen Ecken und Kanten knarrt es bedenklich. Dies ist vor allem der Technik geschuldet, die »Everreach – Project Eden« zu einem Spiel macht, das mehr Entwicklungszeit benötigt hätte.

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Eure Meinung:

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PC-Spiel:

Everreach – Project Eden

Elder Games / Headup Games, 4. Dezember 2019

 

Erhältlich bei: steam


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Erstellt: 19.12.2019, zuletzt aktualisiert: 11.06.2020 13:33