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Fables: Everafter – Es war einmal 1: Das Pandora-Protokoll

Rezension von Christel Scheja

 

Mr. Dark ist besiegt und die Fables können aufatmen, allerdings stellt sich heraus, dass es auch nicht leichter wird, wenn die Menschen von der Existenz ihrer Märchenfiguren wissen. Denn letztendlich bringt das auch neue Gefahren mit sich, ist die Magie doch ein Teil der Realität geworden. Hier setzt „Fables: Everafter – Es war einmal …“ auch an.


Dass die normalen Menschen nicht gegen die aufkommende Zauberkraft und diejenigen, die sie hemmungslos benutzen, ankommen, das wissen die Fables schon lange. Aus diesem Grund gibt es auch schon eine ganze Weile die „Schattenspieler“. Sie sind Agenten im Stil von James Bond, die die Erlaubnis haben, hart durchzugreifen, wenn es sein muss.

Vor allem Hänsel, der sich von seiner Schwester getrennt hat, scheint das zu beherzigen, denn er ist recht skrupellos und kalt, gerade wenn es darum geht, die Ursache für eine Zombieepedemie heraus zu finden.

Bo Peep und ihr Mann Peter Piper sehen dass schon etwas gelassener und versuchen sich eine gewisse Menschlichkeit zu bewahren, aber es wird schnell klar, das sie das manchmal auch nicht wirklich können.

Ihr Chef „Feathertop“ hat da klare Ansichten, die sie teilen müssen seine Pläne sind oft ohnehin undurchschaubar, auch wenn einer aus dem Team stirbt.

Doch frisches Blut steht schon auf der Türschwelle, denn Bigby Wolf und Snow White hoffen, dass ihr wilder und ungestümer Sohn Connor lernt, nicht nur seine Gestaltwandlerfähigkeiten, sondern auch seinen Charakter zu zügeln, deshalb geben sie ihn in die Obhut der Schattenspieler …


In einem gewissen Sinne ist „Fables: Everafter – Es war einmal …“ schon die direkte Fortsetzung der „Fables“-Serie, auch wenn man genau merkt, dass nun der Fokus etwas anders gewichtet ist. Wie in „Fairest“, in der gewisse Grazien zeigen durften, dass sie alles andere als still leidende und hilflose Prinzessinnen sind, so dreht sich auch diesmal alles um die eher kleinen Ärgernisse denen man auch mit einem Geheimdienst beikommen kann, ohne dass die Mehrzahl der Fables und Menschen betroffen sind, und weniger um die epischen Ereignisse.

Im Grunde werden gleich mehrere Geschichte nebeneinander erzählt, die der altgedienten Agenten, die mit einem Verlust fertig werden müssen, aber auch moralisch schwierige Wege gehen müssen, um auf der einen Seite ihrem Gewissen gerecht zu werden, auf der anderen Seite ihrem doch recht herrischen Chef.

Und dann ist da Connor, der ziemlich eigenwillige und wagemutige Sohn zweier bekannter Fables, der die Wildheit des Wolfs mit der des Windes verbindet und ganz offensichtlich von Befehlen noch nie viel gehalten hat. Während er sich mit Begeisterung in den Job stürzt, stellen die anderen fest, dass ihr Chef auch ganz andere Seiten aufziehen kann.

Die märchenhafte und manchmal humorvoll-schräge Atmosphäre der Mutterserie ist zwar weg, auch die spitzfindigen Anmerkungen und satirischen Kommentare fehlen, aber dennoch wird es in der Fortsetzung nicht langweilig.

Dafür sorgen schon die vielen Auseinandersetzungen, die teilweise auch sehr interessante Fragen aufwerfen und dafür sorgen, dass die Helden durchaus Gewissensbisse bekommen und sich dadurch auch weiterentwickeln können.


Man darf „Fables: Everafter – Es war einmal …“ vielleicht nicht mit der Mutterserie vergleichen, aber wenn man nach einem actionreichen Fantasy-Abenteuer sucht, kann man schon getrost nach dem Sonderband greifen, denn es geht immerhin doch um noch mehr als die reine Action, denn Figuren und Hintergrund bekommen viel Raum.

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Eure Meinung:

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Comic:

Fables: Everafter – Es war einmal 1: Das Pandora-Protokoll

Original: Fables: Everafter 1-6, USA 2016/17

Autor: Dave Justus und Lilah Sturges

Zeichner: Travis Moore und Steve Rolston

Tusche: Travis Morre und Ande Parks

Farben: Michael Wiggam

Übersetzerin: Gerlinde Althoff

Softcover, 148 Seiten

Paninicomics, Mai 2017

 

ISBN-10: 3741601136

ISBN-13: 978-3741601132

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 24.05.2017, zuletzt aktualisiert: 17.11.2019 13:35