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Fables – The Wolf Among us (Der Wolf geht um) 2

Rezension von Christel Scheja

 

„Fables – The Wolf Among us“ gehört nicht zu der eigentlichen Fables-Reihe, sondern ist ein Spin-off, dass die Geschichte eines zur Comic-Serie entstandenen Konsolenspiels nacherzählt. Angesiedelt ist es in einer Zeit, in der die exilierten Bewohner der Märchenreiche noch nicht um ihr Überleben kämpfen mussten.

 

Der „Böse Wolf“ ist zahm geworden und das hat er Snwo White zu verdanken, die ihm einst mutig gegenüber trat und ihn in eine Enklave der Fables bei Salem brachte. Dort sollte er lernen sich zu bewähren und ein hilfreiches Mitglied der Gesellschaft zu werden. Aus diesem Grund verbindet ihn auch eine ganz besondere Beziehung zu ihr.

Diese wird erschüttert, als er ihre kopflose Leiche findet. Denn seit einiger Zeit macht ein Serienkiller die Straßen von New York unsicher, vor allem die Enklave der Fables, in der Bigby Wolf mittlerweile als Sheriff arbeitet.

Konnte schon der erste Mord an einer Prostituierten, die vermutlich einmal eine Prinzessin gewesen ist, sieht es jetzt noch schlimmer aus. Deshalb billigt er auch Bluebeards Verhörmethoden, um alles aus einem Verdächtigen heraus zu quetschen.

Das bringt ihn zwar ein Stück weiter, aber auch in Konflikt mit einer bestimmten Person. Doch endlich kommen auch die Ermittlungen richtig ins Rollen und helfen bei der erneuten Untersuchung von Snows Leichnam eine erste richtige Spur zu finden.

 

Man merkt sehr deutlich, dass Fables - Wolf Among us einen ganz anderen Ursprung hat als die eigentliche Serie. Die vielen märchenhaften und literarischen Anspielungen sind weggefallen und durch eine düstere Crime Noir Atmosphäre ersetzt worden, die immerhin mit ein paar verzwickten Wendungen und Überraschungen aufwarten kann, wie man es bei einem richtigen Krimi auch erwartet.

Die Figuren müssen dabei allerdings ein wenig zurückstecken. Snow und Bigby agieren, so wie man sie als Leser bereits kennengelernt hat, die restlichen Figuren bleiben allerdings eher blass und auf wenige Eigenschaften reduziert, die gerade einmal der Geschichte dienen.

Ein größerer Knackpunkt sind auch die Erinnerungsszenen, die Schlaglichter in die Vergangenheit werfen und dabei nicht nur die Entwicklung der Beziehung zwischen Bigby und Snow voran treiben. Allerdings merkt man erst viel später, dass sie auch andere Informationen enthielten, so dass sich der Kreis zur Hauptgeschichte lange nicht schließt.

Und wirklich viel neues wird im Verlauf der Handlung ebenfalls nicht verraten.

Was ganz fehlt, das sind Tiefe und Witz der Originalserie, da die Ereignisse zu sehr der Action untergeordnet sind.

 

Der zweite Band von Fables: Wolf among us – Der Wolf geht um ist wie der erste ein solider Fantasy-Krimi, der zwar einiges an spannenden Wendungen bietet und gut zu unterhalten weiß, allerdings den augenzwinkernden Humor und gesellschaftskritischen Seitenhiebe der ursprünglichen Serie vermissen lässt.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Fables – The Wolf Among us (Der Wolf geht um) 2

Autoren: Dave Justus und Matthew Sturges

Original: Fables – The Wolf among us # 5-8, Vertigo/DC, USA, 2015/6

Panini Comics, 06/2016

Übersetzerin: Gerlinde Althoff

Zeichnungen und Tusche: Shawn Mc Manus, Steve Sadowski, Travis Moore und Eric Nguyen

Farben: Lee Loughridge

Taschenbuch, 144 Seiten

 

ISBN-10: 3957987059

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 27.06.2016, zuletzt aktualisiert: 07.04.2019 17:49