Nach den Ereignissen in „Höhlenmorde“ hat sich Surendra Sinha dazu entschieden, nicht mehr länger für die Polizei zu arbeiten, sondern als Privatermittler für einen befreundeten Rechtsanwalt tätig zu werden. Dadurch hofft er nicht mehr so in die Schusslinie zu geraten wie zuvor. Aber erfüllt sich das in „Falsches Spiel“.
Den Kollegen von der Kripo Reutlingen bleibt er aber trotzdem irgendwie verbunden, vor allem Leonie. So bekommt er auch mit, das Jakob Kratz, mit dem er es nicht so gut konnte, überraschend wegen Mordes an einer Prostituierten verhaftet wurde.
Die Indizien und der Fund der Leiche in seiner Badewanne sprechen gegen ihn. Surendra will sich nicht einmischen, aber wie der Zufall es so will, bekommt er bei einer seiner eigenen Ermittlungen Hinweise, die dem Fall eine überraschende Wendung geben.
Und so ist er doch plötzlich wieder in die Fälle seiner Kollegen vermittelt, auch wenn er diesmal aus einer ganz anderen Richtung agieren kann und muss. Ausgerechnet die letzte Mandantin seines Freundes Justus Michaelis, hat nicht nur ein Auge auf ihn geworfen, sondern auch noch Kontakt mit jemandem aus dem Kreis der Zeugen, die für Jakob Kratz belastend werden könnten.
Im Rahmen seiner eigenen Ermittlungen geht er auch diesen Spuren nach und entdeckt interessante Zusammenhänge, die für überraschende Wendungen sorgen und ihn dadurch auch in Gefahr bringen. Das ganze wird mit viel Gespür für die Polizeiarbeit und Lokalkolorit geschildert. Und natürlich bekommt auch die Hauptfigur wieder viele Szenen, um sich weiter zu entwickeln, aber auch ihren ureigenen Hintergrund weiter auszuleben.
Die Geschichte kann mit lebensnahen und vielschichtigen Figuren punkten, einer gut durchdachten Handlung und straffen Erzählweise, aber auch einer stimmigen Atmosphäre. Zudem muss man auch die Vorgängerbände nicht kennen, um die Geschichte zu verstehen.