Als der König im Sterben liegt, erwartet er schon, dass es einen Machtkampf um sein Reich geben wird. Deshalb schickt er seine Tochter Fara unter dem Schutz eines zuverlässigen Wächters fort. Sie findet in der Burg eines vertrauenswürdigen Gefolgsmanns Unterkunft. Doch auch diese Burg wird von feindlichen Kämpfern überfallen, und die Königstochter endet als Sklavin.
Wenn man Toni A. Ihmes Buch liest, könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, es mit einem Historienroman zu tun zu haben. Nicht nur der Name des Reichs, Austrasien, erinnert an die Karolingerzeit, sondern auch eine ganze Reihe anderer Details. Die Fantasy-Elemente sind dagegen eher rar gesät.
Im Zentrum der Handlung steht die junge, aber schon erwachsene – ein konkretes Alter wird nicht genannt – Königstochter Fara. In den Machtkämpfen, die nach dem Tod ihres Vaters ausbrechen, droht sie zum Spielball zu werden. Das Buch ist die Geschichte ihrer Flucht, während der sie bis zur Sklavin herabsinkt. Der einzige nennenswerte Fantasy-Aspekt besteht in der Tätigkeit einer Weissagerin, die mit ihren Visionen großen Einfluss auf das Geschehen nimmt. Die Auseinandersetzungen in Austrasien erlebt der Leser überwiegend aus der Ferne, zumal die Protagonistin während des überwiegenden Teils der Handlung keinen Einfluss auf das Schicksal ihrer Heimat hat.
Der Autor folgt erzählerisch überwiegend seiner Protagonistin, was jedoch immer wieder durch Abschnitte, in deren Fokus andere Charaktere stehen, unterbrochen wird.