Mit Fate of the Sun King liegt nun der dritte Band der vierteiligen Serie Die Artefakte von Ouranos vor. Wie zu erwarten war, zieht Nisha J. Tuli das Tempo deutlich an, um die Weichen für das große Finale zu stellen. Daher werden nun schon einmal alle Register gezogen und die Spannung gesteigert, indem wichtige Informationen geliefert werden.
Lor hat inzwischen Nadir und anderen Freunden enthüllt, dass sie und ihre Geschwister die direkten Nachfahren der Herzkönigin sind. Und sie kennt nun ihre Mission – scheint sie doch die auserwählte Erbin des lange verwaisten Reiches zu sein.
Um aber ihre volle Macht zu erlangen muss sie die besonderen Artefakte aufsuchen, die den anderen Herrschern gegeben wurden. Und das bedeutet, dass sie sich erneut dem Sonnenkönig stellen muss, der genauso wie der Aurorakönig hinter ihr her ist.
Schon im letzten Band hat die Autorin erste Geheimnisse enthüllt und so durch Rückblicke in die Vergangenheit die Weichen für die Aufgabe gestellt, für die Lor ausersehen ist. Und nun macht sie in einem ähnlichen Stil weiter, indem sie durch weitere Rückblenden den Hintergrund ausbaut, damit auch klar wird, in welche Richtung der abschließende Konflikt laufen wird.
Natürlich werden auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht vergessen, denn das Knistern zwischen Lor und Nadir verschärft sich, so dass Freunde der Romantasy ihren Spaß an den entsprechenden Szenen haben sollten.
Dennoch vergisst Nisha J. Tuli nicht, das Abenteuer dramatisch weiter fortzuschreiben und dazu noch den Fantasy-Elementen, von Magie bis Action den nötigen Raum zu geben. Denn ganz offensichtlich bekommt es die Heldin noch mit anderen als den bisher bekannten Gegenspielern zu tun.
Angenehm ist auch, dass sie ebenfalls in das Sonnenreich zurückkehrt und dort die offenen Handlungsfäden aufgreift. Damit schlägt sie einen gelungenen Bogen zum Anfang und bereichert Lors Gruppe um weitere Verbündete, die sich wieder Rest ansprechend weiter entwickelt und Profil erhalten haben
Alles in allem hat sie die Geschichte fest in der Hand, und weiß durchaus durch die ein oder andere Wendung zu überraschen, so dass auch Genrefans ihren Spaß haben können. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie diesen Kurs im letzten Band beibehält.