Fatekeeper (PC; USK 18)
 
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Fatekeeper

Rezension von Max Oheim

Verlagsinfo

Wage dich in eine handgefertigte Welt, in der Ruinen von vergangenen Katastrophen erzählen. Meistere in diesem First-Person-RPG die Kunst des Schwertes und der Zauberei und bahne dir deinen Weg mit Relikten, Zaubern und Entscheidungen, die deinen Werdegang bestimmen.

Story

Die Geschichte begleitet den jungen Wächter Kor Tenarim auf seiner Reise durch eine von Geheimnissen und vergangenen Katastrophen geprägte Fantasywelt. Die Handlung bleibt dabei bewusst zurückhaltend und deutet größere Konflikte lediglich an. Zwar erzeugt dies eine gewisse Neugier, doch die Erzählung wirkt derzeit noch unvollständig. Hintergrundinformationen zur Welt, ihren Bewohner·innen und den politischen Zusammenhängen sind nur begrenzt vorhanden, wodurch die Geschichte eher wie ein Vorgeschmack auf spätere Inhalte erscheint als wie ein eigenständiges Abenteuer.

Gameplay

Deutlich stärker präsentiert sich die Atmosphäre. Die Spielwelt besteht aus Ruinen, Wäldern, Höhlen und alten Heiligtümern, die sorgfältig gestaltet wurden und eine glaubwürdige Dark-Fantasy-Stimmung erzeugen. Besonders die Architektur und die Umgebungsdetails vermitteln den Eindruck einer alten, von Konflikten gezeichneten Welt. Das Spiel erzählt viele seiner Geschichten über die Umgebung selbst, wodurch die Erkundung stets interessant bleibt.

 

Das Herzstück von Fatekeeper ist jedoch das Kampfsystem. Kämpfe verlangen gutes Timing, Aufmerksamkeit und den geschickten Einsatz der Umgebung. Gegner·innen können nicht nur mit Waffen und Magie bekämpft werden, sondern auch durch kreative Aktionen wie das Hineinstoßen in Abgründe oder den Einsatz von Telekinese. Gerade diese Möglichkeiten sorgen für abwechslungsreiche Gefechte und geben dem Spiel eine eigene Identität. Besonders gelungen ist, dass Kreativität häufig wichtiger ist als reine Schadenswerte.

 

Allerdings offenbaren sich hier auch einige Schwächen. Das Balancing wirkt noch nicht vollständig ausgereift. Einige Fähigkeiten erscheinen deutlich nützlicher als andere, während bestimmte Gegner·innen-Kombinationen und Bosskämpfe gelegentlich unfair wirken. Vor allem in engen Arealen können Kämpfe schnell chaotisch werden, wodurch strategisches Vorgehen erschwert wird. Die vorhandenen Ideen überzeugen zwar, ihre Umsetzung benötigt jedoch noch Feinschliff.

 

Positiv fällt die Charakterentwicklung auf. Bereits in der kurzen Early-Access-Version lassen sich unterschiedliche Spielstile erkennen. Spieler·innen können ihre Charaktere auf Nahkampf, Präzision oder Magie spezialisieren und verschiedene Ausrüstungsgegenstände sowie Relikte sammeln. Dadurch entstehen erste Ansätze für abwechslungsreiche Builds, auch wenn der derzeitige Umfang noch zu gering ist, um das System vollständig zu beurteilen.

 

Die Early-Access–Phase soll laut Entwickler·innen 18 Monate dauern und anschließend seinen Full-Release feiern. Zum aktuellen Zeitpunkt können Spieler·innen nur ca. 2-3 Stunden spielen und der für den Early Access vorgesehene Abschnitt wird mit einer kurzen Abschlusssequenz beendet.

 

Die finale Version des Spiels soll dann ca. 15 Stunden Spielzeit betragen.Basierend auf den Updates bzw. kommenden Versionen soll sich außerdem der Preis ändern. Der Einstiegspreis von nur 8€ ist also entsprechend auch nur für den Einstieg gedacht. Basierend auf dem Feedback der Spieler·innen kann sich auch die Roadmap an Content ändern.

Fazit

Insgesamt präsentiert sich »Fatekeeper« als ein solides Fantasy-Action-Rollenspiel mit Fokus auf Erkundung und direkte Kämpfe. Das Spiel bietet eine atmosphärische Welt, ein funktionierendes Kampfsystem und klassische Rollenspielelemente. Man kann gespannt abwarten, was die Early-Access-Phase mit sich bringen wird.

 

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PC-Game:

Fatekeeper

Entwickler: Paraglacial

Publisher: THQ Nordic

Veröffentlichung: 02. Juni 2026

USK: 18

 

Erhältlich bei: Steam


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Erstellt: 07.06.2026, zuletzt aktualisiert: 05.07.2026 16:45, 26438