Das Herzstück von Fatekeeper ist jedoch das Kampfsystem. Kämpfe verlangen gutes Timing, Aufmerksamkeit und den geschickten Einsatz der Umgebung. Gegner·innen können nicht nur mit Waffen und Magie bekämpft werden, sondern auch durch kreative Aktionen wie das Hineinstoßen in Abgründe oder den Einsatz von Telekinese. Gerade diese Möglichkeiten sorgen für abwechslungsreiche Gefechte und geben dem Spiel eine eigene Identität. Besonders gelungen ist, dass Kreativität häufig wichtiger ist als reine Schadenswerte.
Allerdings offenbaren sich hier auch einige Schwächen. Das Balancing wirkt noch nicht vollständig ausgereift. Einige Fähigkeiten erscheinen deutlich nützlicher als andere, während bestimmte Gegner·innen-Kombinationen und Bosskämpfe gelegentlich unfair wirken. Vor allem in engen Arealen können Kämpfe schnell chaotisch werden, wodurch strategisches Vorgehen erschwert wird. Die vorhandenen Ideen überzeugen zwar, ihre Umsetzung benötigt jedoch noch Feinschliff.