Feuer und Flamme

Reihe: NYPDead-Medical Report Folge 1

Hörspiel

 

Rezension von Christel Scheja

 

Rezension:

Nachdem Serien oder Dokumentationen, in denen nicht mehr länger die Ermittler, sondern die Gerichtsmediziner und Kriminaltechniker im Mittelpunkt stehen, gerade im Fernsehen in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind, war es nur eine Frage der Zeit, dass auch deutsche Hörspielmacher dieses Thema aufgreifen und umsetzen würden. Das ist nun mit der Reihe „NYPDead“ geschehen.

 

Im Mittelpunkt der ersten Folge „Feuer und Flamme“ stehen der ein wenig zynische und überhebliche Leiter der Abteilung Gerichtsmedizin, Russell Owen sowie seine Mitarbeiter Melissa Cavallero und Kyle Anderson . Sie kümmern sich um die Leichen, nachdem die Kriminaltechnik die entsprechenden Spuren am Tatort gesichert haben.

Schon im ersten Fall bekommen sie es mit zwei kniffligen Fällen zu tun. Zunächst einmal verunglückt ein Mann tödlich auf einer Baustelle. Er stürzt aus großer Höhe in die Tiefe. Es ist allerdings verwunderlich, dass er nicht durch den Aufprall gestorben, sondern vorher erstickt ist, wie die Obduktion schon bald beweist.

Etwa zur gleichen Zeit wird ein Mann eingeliefert, der ziemlich verschmort aussieht, als sei er im Bett verbrannt. Allerdings kann ausgeschlossen werden, dass er mit einer glimmenden Zigarette im Bett eingeschlafen ist – der Mann war zwar ein Trinker aber kein Raucher. Und er bleibt nicht der einzige, der sich schon bald spontan entzündet.

Schon bald deuten erste Spuren darauf hin, dass alle drei Fälle durchaus miteinander zusammen hängen könnten und auf einen größeren Missstand hinweisen als gedacht.

 

Man merkt deutlich, dass sich die Autoren sehr an den „CSI“-Serien orientiert haben, wenn sie auch darauf verzichten frech zu kopieren. Russell Owen mag zwar ein wenig von der Arroganz eines Horation Caine haben, ist aber charakterlich ganz anders geartet. Auch seine Kollegen lassen sich keinen Figuren aus den Serien zuordnen. Allein die Skurrilität der Fälle mag an den Anfang von CSI erinnern.

Besonders gelungen ist die Darstellung der Arbeit der Gerichtsmediziner. Auch wenn man nichts sieht sind die Beschreibungen und Geräusche, die mit den Untersuchungen einhergehen doch so plastisch, dass die Phantasie eigene Wege geht. Man merkt, dass die Beschreibungen Hand und Fuß haben, weil sorgfältig recherchiert wurde.

All das macht die Fälle spannend und lebendig, genau so sie die schnoddrigen manchmal ein wenig zynischen Dialoge, die den Charakteren erst Profil verleihen, vor allen Russel Owen, der von Wolfgang Condrus mit so viel Genuss gespielt wird, dass man den großmäuligen Misanthropen und Chauvinisten gleichzeitig hasst und liebt. Alles in allem läuft das Hörspiel flott und spannend ab, lässt keinerlei Langeweile aufkommen und macht Lust auf mehr.

 

Fazit:

„Feuer und Flamme, die erste Folge der Reihe „NYPDead“, bietet kurzweilige Krimiunterhaltung in TV-Qualität und ist damit eine lohnenswerte Anschaffung für alle Krimifans.

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Hörspiel:

Feuer und Flamme

Reihe: NYPDead-Medical Report 1

Buch und Idee: Andreas Masuth

Aufnahme und Bearbeitung: Peter Brandt & Andreas Beverungen

Wissenschaftliche Beratung: Dr. Axel Schunck, Charite Berlin

Umfang:1 CD

Laufzeit: ca. 57 min

Maritim, November 2008

 

ISBN-10: 3867141738

ISBN-13: 978-3867141734

 

Erhältlich bei Amazon

 

Sprecher:

Wolfgang Condrus

Ghadah Al-Akel

Norman Matt

Klaus D. Klebsch

Martin Kessler

Torsten Münchow

Thomas Kästner

weitere Infos:


Platzhalter
Platzhalter
zuletzt aktualisiert: 14.04.2019 11:03 | Users Online
###COPYRIGHT###