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Feuerstürme von Andreas Brandhorst

Reihe: Kantaki Graken Band 2

Rezension von Peter Sperling

 

Klappentext:

Seit mehr als tausend Jahren breiten sich die Graken in der Galaxis aus, mächtige Wesen, von denen niemand weiß, woher sie stammen. Nach ihrer ersten großen Niederlage haben sie neue Wege gefunden, die Planeten der Allianzen freier Welten anzugreifen und den Bewohnern die Lebensenergie zu entziehen. Nur Menschen mit telepathischen Kräften können sich den Graken entgegenstellen – doch nicht immer weiß man, wer diese Kräfte wirklich kontrolliert...

 

Rezension:

Beim ersten Blick auf die Rückseite machte ich die Feststellung, dass es sich bei Feuerstürme um den zweiten Teil einer Trilogie handelt. Die Cover der Trilogie sind aufeinander abgestimmt und mit etwas gutem Willen kann sogar ein Bezug zum Inhalt erkannt werden.

Wer den ersten Teil Feuervögel noch nicht gelesen hat, dem wird leider auch nicht sehr geholfen. In das Geschehen, die Figuren und die Verhältnisse in Brandhorsts Kantaki-Universum wird nicht eingeführt. Im Laufe der Geschichte kann sich der Leser zwar viel erschließen, leicht gemacht wird es ihm aber nicht.

Dennoch führt der packende Schreibstil Brandhorsts dazu, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Viel trägt dazu der rasante Fortgang der Handlung bei. Die Komplexität der dargestellten Welten leidet allerdings darunter, denn viele Details und Feinheiten gehen bei dieser schnellen Erzählweise verloren. Auch das Wirrwarr an technischen und esoterischen Begriffen ohne Hinführung und der teilweise willkürlich erscheinende Einsatz von Fremdwörtern stört die ansonsten klare Handlung. Die Illustrationen im Buch sollen offenbar fehlende Erklärungen wettmachen, sie sind aber wenig informativ und erinnern eher an Computerspiele der 90er Jahre als an einen modernen Roman.

Gegen Ende des Romans greift Brandhorst verschiedene Ideen auf. Es tauchen ratlose und verwirrte Götter auf, ähnlich wie bei „Matrix“ scheint sich die Geschichte des Brandhorst'schen Universums ständig zu wiederholen. Die Ideen wirken aber weder neu noch so griffig, dass sie übermäßig überraschen würden.

Der Roman ist eher dem Bereich Fantasy als dem der Science-Fiction zuzuordnen, da technische und soziale Entwicklungen kaum eine Rolle spielen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem halbreligiösen Tal-Telas, der Kraft, mit deren Hilfe das Volk der Tal-Telassi alle möglichen übersinnlichen Fähigkeiten nutzen können, der Rest erinnert an ein niedergeschriebenes Rollenspiel.

 

Fazit:

Extrem fesselnd und sehr unterhaltsam, aber wenig Neues. Und wenn, dann müssen es aber auch alle drei Bände sein!

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Feuerstürme

Reihe: Kantaki Graken Bd. 2

Autor: Andreas Brandhorst

Heyne, März 2007

Paperback, 590 Seiten

Umschlagbild: Stefan Theurer/Nele Schütz Design

Innenillustrationen: Georg Joergens

ISBN-10: 3453522362

ISBN-13: 978-3453522367

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.04.2007, zuletzt aktualisiert: 21.03.2019 11:22