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Feuersünde von Eve Silver

Rezension von Christel Scheja

 

Über Eve Silver ist nur bekannt, dass sie verheiratet ist und zwei Söhne hat. Ansonsten fällt die Autorin eher durch ihre außergewöhnliche Themenwahl bei ihren romantischen Fantasy-Romanen auf, bedient sie sich dabei doch der ägyptischen Götterwelt.

 

Suthekh ist der unumschränkte Herrscher über die Unterwelt und regiert dort in Chaos und Verderben. Allerdings ist er nicht in der Lage, sein Reich zu verlassen, die Welten des Lichts – auch die der Menschen sind ihm verschlossen.

Deshalb lockt er eines Tages seinen Sohn Lokan Krayl in die Falle, um ihn zu töten und sich seines Körpers zu bemächtigen. Denn sein Lieblingskind ist in der Lage, zwischen den Welten zu wandeln.

Immerhin kommen seine Brüder hinter den Verrat und geben Lokan wenigstens einen Funken Leben zurück. Allerdings ist er noch immer im Zwischenreich des Fegefeuers gefangen und kann weder vor noch zurück. Nur wenn es ihm gelingt, die zwölf Pforten des Osiris zu durchschreiten, kann er wieder zum Lebenden werden.

Allerdings braucht er dafür einen Führer und Begleiter. Wer könnte diese Rolle besser ausfüllen als Bryn Carr, eine junge Menschenfrau, mit der er eine unvergessliche Nacht verbracht und eine Tochter gezeugt hat. Doch auch sie verbirgt ein Geheimnis vor ihm, dass sie in tödliche Gefahr bringen könnte...

 

Auch wenn die Autorin ein interessantes Setting wählt und durchaus einiges an ägyptischer Mythologie und Magie einbringt, die Geschichte selbst täuscht nicht darüber hinweg, dass „Feuersünde“ in erster Linie ein Liebesroman ist. Viel dreht sich dabei um die leidenschaftliche Beziehung von Lokan und Bryn, die Sorge um ihre Tochter – die Freundschaften und Feindseligkeiten, mit denen sie sich herumschlagen müssen.

Bei aller Dramatik ist ebenfalls vorprogrammiert, dass es ganz sicher zu einem Happy End kommen wird und der Böse wenn auch nicht bestraft wird, so doch seinen Fehler einsehen muss und einen Rückzieher macht.

Bis dahin ist die Geschichte leidlich spannend, ein wenig magisch und stellenweise sehr leidenschaftlich. Die Liebesszenen sind gezielt gesetzt, angemessen, aber ragen auch nicht durch besondere Sinnlichkeit heraus.

Immerhin hat die Autorin gut recherchiert – wenn es um die ägyptischen Götter geht, weiß sie wovon sie spricht und setzt das Wissen gekonnt ein.

Von den Figuren selbst sollte man nicht viel Tiefgang erwarten. Sie sind schön, stolz und entsprechen klassischen Archetypen – immerhin ist Bryn eine aktive und starke Frau und nicht das erwartungsvoll hoffende Mäuschen.

 

Wer einen leidenschaftlichen Liebesroman sucht, wird in „Feuersünde“ sicherlich eine nette Lektüre finden. Genrefans dürften eher enttäuscht sein, dass das gut recherchierte Setting und die Magie wieder einmal nur dafür dienen, die leidenschaftliche Liebesbeziehung zu transportieren.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Feuersünde

Autorin: Eve Silver

broschiert, 316 Seiten

Mira, erschienen September 2013

Titelbild von Harlequin Enterprises

Übersetzung aus dem Englischen von Thomas Hase

ISBN-10: 3862787559

ISBN-13: 978-3862787555

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B00E3C8JV8

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 16.08.2013, zuletzt aktualisiert: 10.02.2020 18:41