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Final Fantasy VII Remake Intergrade

Rezension von Max Oheim

 

Verlagsinfo:

Über 12 Millionen verkaufte Exemplare und zahlreichen Auszeichnungen der internationalen Presse: Mit Final Fantasy VII erschuf Square Enix im Jahr 1997 einen Meilenstein der Gaming-Historie. 23 Jahre später wiederholt sich die Erfolgsgeschichte: Unter dem Titel Final Fantasy VII Remake erscheint die modernisierte Version des Klassikers.

 

Story:

 

Das Remake von »Final Fantasy VII« erzählt zunächst einmal im Kern dieselbe Geschichte wie das PlayStation-Original von 1997.

 

In der Rolle von Hauptfigur Cloud betätigt ihr euch in der Stadt Midgar als Söldner und arbeitet mit der Widerstandsbewegung Avalanche und deren Anführer Barret zusammen. Gemeinsam bekämpft ihr den Grosskonzern Shinra, der die Bevölkerung ausbeutet und mit seinen Bohrungen nach der Ressource Mako droht, die ganze Welt ins Chaos zu stürzen. Ehemals war Cloud selbst ein Mitglied von Shinra. Vom anfangs arroganten und regelrecht freudlosen Söldner wandelt er sich aber mehr und mehr zu einem Helden der Bewegung, während er zu den anderen Avalanche-Mitgliedern und der ihm schon aus Kindertagen bekannten Tifa zunehmend eine emotionale Beziehung aufbaut.

 

Gameplay:

 

Square Enix hat neben dem neuen Standardsystem (und einer in den Kämpfen anspruchsarmen Story-Variante) einen klassischen Spielmodus integriert. Wer möchte, kann die Scharmützel mit Monstern und menschlichen Gegnern also in einer ähnlichen, allerdings stark teilautomatisierten Form wie im Original erleben.

Schon im normalen Modus können wir die Kämpfe zur Auswahl der Items und Fähigkeiten auf Knopfdruck quasi pausieren lassen (tatsächlich verlangsamen wir sie lediglich massiv) und uns ohne nennenswerten Zeitdruck für einen speziellen Angriff mit unserer Hauptwaffe, den Wurf einer Handgranate oder eines Heilmittels zur Wiederherstellung von Trefferpunkten oder die Bereinigung negativer Statuseffekte entscheiden.

Das ist für Kenner des Originals anfangs, trotz sehr ähnlicher Versatzstücke, etwas gewöhnungsbedürftig, auch weil eine im falschen Moment ausgelöste Aktion häufiger fehlschlägt, falls ein Gegner uns dabei unterbricht.

 

Alles in allem aber profitieren die Kämpfe dadurch sehr in puncto Tempo. Gerade im Zusammenspiel mit den für jeden steuerbaren Charakter festlegbaren Kurzbefehlen sorgt Square Enix für einen dynamischeren Ablauf, der dennoch taktisch fordernd ist.

 

Um Erfolg im Kampf zu haben, müssen wir eine Reihe von Faktoren berücksichtigen. Das gilt primär für die Stärken und Schwächen der etlichen Feindgattungen, die wir bereits früh mittels eines Analyse-Geräts in Erfahrung bringen können.

Manche Widersacher sind gegen Feuer oder Blitze quasi immun, andere können wir damit recht schnell in einen Schockzustand versetzen, wodurch wir sie für einen gewissen Zeitraum praktisch ohne Gegenwehr bekämpfen können.

Welche Fähigkeiten man im Kampf nutzen kann, hängt einerseits von der Waffenstufe ab, die sozusagen per Learning-by-doing-Prinzip verbessert und deren dabei erhaltene Waffenpunkte etwa in erhöhten physischen Schaden oder einen Bonus für die Wirkung von Elementarmagie umgesetzt wird.

Das wichtigste Element aber bleiben die sogenannten Materia, mit denen wir die Waffen der Helden, später aber auch andere Objekte wie Ringe erweitern.

Nur dadurch dürfen wir auch verschiedene Formen der Elementarmagie mit in die Schlacht nehmen oder nach dessen Aufladung die Unterstützung des gewählten Ifrit aktivieren, die besonders starken Feuer-, Eis- oder andersartigen Schaden verursachen können.

 

Neben dem aufgemotzten Hauptspiel gibt es noch zwei neue, alleinstehende Kapitel um Ninja Yuffie. Die taucht im Original eigentlich erst ein gutes Stück nach ­Midgar als optionales Party­mitglied auf und erlebt hier ein eigenes Abenteuer, das die Geschichte um Cloud, Tifa, Barret und Aerith nur etwas streift.

Gemeinsam mit ­Mitstreiter Sonon und einer anderen Abteilung von Avalanche möchte Yuffie das ­Shinra-Hauptquartier infiltrieren und eine besonders mächtige ­Materia für ihr geplagtes Heimatland Wutai stehlen. Yuffie ist in ihrem Kapitel die einzige direkt spielbare Figur, aber ihr könnt Sonon Befehle geben und in einen Synchron-Modus wechseln, in dem die beiden ihre Attacken koordinieren und krachende Teamangriffe austeilen.

 

Fazit:

 

Alles in allem sind die Story und das Gameplay sehr ansprechend. Die Geschichte ist gespickt mit Wendungen, Intrigen und Spannungen, die uns eine ganze Zeit lang fesseln. Dazu kommt, dass sich das Remake grafisch sehen lassen kann, die Spielwelt steckt voller Details und lädt zum Erkunden ein. »Final Fantasy VII Remake Intergrade« lohnt sich definitiv.

 

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PC-Game:

Final Fantasy VII Remake Intergrade

Entwickler: Square Enix

Veröffentlichung: 16. Dezember 2021

 


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Erstellt: 30.01.2022, zuletzt aktualisiert: 16.11.2022 17:38