Heidis Mutter hat sie und ihren Vater verlassen. Beide leben jetzt mit ihrer neuen Mutter zusammen, ein (Halb-)Brüderchen ist unterwegs. Erst jetzt erfährt die 12-jährige Heidi, dass die Familie Geldsorgen hat und vielleicht bald ausziehen muss. Der Betreiber eines Riesenrades, der eine vorübergehende Unterkunft sucht, könnte da ganz nützlich sein. Doch schnell wird klar, dass mit ihm und seinem Riesenrad etwas nicht stimmt.
Kristina Ohlssons Buch wird vom deutschen Verlag als Kinderkrimi und Mystery-Thriller für Leser ab 11 Jahren vermarktet. Während Mystery-Thriller in die richtige Richtung weist, kann man die Einordnung als Kinderkrimi nur aus irreführend bezeichnen. Um einen Krimi handelt es sich nämlich überhaupt nicht. Eher würde ich Flammenrad sogar in das Horror-Genre einordnen. Für junge Leser des genannten Alters fällt der Horror-Level sogar überraschend hoch aus.
Im Fokus der Geschichte, die als Auftakt einer Trilogie angelegt ist, steht die 12-jährige Heidi, die in einem kleinen schwedischen Küstenort lebt und sich mit veränderten familiären Verhältnissen auseinandersetzen muss. Dazu kommt, dass sich in ihrem Umfeld plötzlich mysteriöse Ereignisse häufen. Ein Zusammenhang mit dem Betreiber eines Riesenrads, der vorübergehend im Gästezimmer ihrer Familie wohnt, scheint immer offensichtlicher zu werden. Vorahnungen der Großmutter lassen alles noch bedrohlicher erscheinen.
Wie bereits erwähnt, fallen die Horror-Elemente in Anbetracht der Zielgruppe unerwartet deutlich aus. Der Hintergrund könnte eventuell darin liegen, dass der Autorin Hovenäset auch als Kulisse für Bücher, die sich an Erwachsene richten, nutzt. Eltern sollten bei diesem Buch eventuell vorab prüfen, ob sie ihren Kindern den Spannungspegel dieser Story zumuten wollen beziehungsweise können.