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Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor von E. und H. Heron

Hörspiel

Reihe: Gruselkabinett Folge 149

 

Rezension von Cronn

 

In schöner Regelmäßigkeit versorgt die Hörspielschmiede von Titania Medien die darbende Hörspiel-Fangemeinde mit neuem Hörspielstoff. Dabei werden immer wieder interessante alte Texte ausgegraben und vertont. Das ist auch bei dem vorliegenden Hörspiel der Fall, das den Titel Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor trägt.

Flaxman Low ist ein fiktionaler Charakter, der von dem britischen Autor Hesketh Hesketh-Prichard und seiner Mutter Kate O'Brien Ryall Prichard erfunden wurde. In der Literaturwissenschaft gilt Flaxman Low als erster Detektiv des Paranormalen. Zu Lebzeiten von Hesketh Hesketh-Prichard wurden in den Jahren 1898 bis 1899 insgesamt 13 Storys verfasst, was eine produktive Kolloboration auszeichnet.

Marc Gruppe und Stephan Bosenius haben sich ein Werk herausgegriffen und als moderne Hörspielproduktion umgesetzt. Ob die Umsetzung und der Originaltext als gelungen zu werten sind, soll die nachfolgende Rezension aufzeigen.

 

Verlagsinfo:

Die Familie von Colonel Daimley sieht sich merkwürdigen Ereignissen im das Familien-Anwesen umgebenden Moor gegenüber, die sie sich nicht erklären können. Glücklicherweise ist gerade der Meisterdetektiv für übernatürliche Fälle, Flaxman Low, ihr Gast. Die Sache stellt sich bei näherer Betrachtung als weitaus ernster heraus, als die Moorbewohner zunächst angenommen hatten …

 

Kritik:

Der Detektiv Flaxman Low erscheint als Charakter mit Parallelen zu Sherlock Holmes. Beide gehen aufgrund von ihrem großen Wissen vor. Sie unterscheidet allerdings die Natur des Wissens. Wo Sherlock Holmes kriminalistischen Spürsinn beweist, ist Flaxman Low im Bereich des Paranormalen geschult. Beide treffen sich in der Tatsache, dass die Ereignisse beide Detektive nicht überfordern, sondern sie lediglich herausfordern. Das ist im Fall von Flaxman Low dem Erzeugen von Spannung abträglich. Es kommt nur an einer Stelle so etwas wie Atmosphäre von Furcht auf. Ansonsten hört der Rezipient lediglich den Gesprächen über übernatürliche Begegnungen zu.

Eine weitere Schwierigkeit beim Aufbau von Atmosphäre liegt darin begründet, dass die Story überwiegend in der Nachschau erzählt wird. Fast immer wird von einer Begegnung im Nachhinein berichtet, so dass die Zuhörer wenig mitfiebern können. Das macht das Hörspiel insgesamt wenig mitreißend.

 

Die Leistung der Rezitatoren und der Sound-Crew ist wie immer superb, kann aber die Schwächen der zugrundeliegenden Story nur insoweit heben, dass das Hörspiel als recht ordentlich bezeichnet werden kann.

 

Fazit:

»Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor« ist ein Hörspiel, das im Mittelmaß der Gruselkabinett-Reihe verbleibt. Daran trägt die Komposition des Stoffes die Hauptschuld, während die technische und schauspielerische Umsetzung gelungen ist.

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Eure Meinung:

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Hörspiel:

Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor

Reihe: Gruselkabinett Folge 149

Original: Flaxman Low and the Story of the Moor Road, 1899

AutorInnen: E. und H. Heron

Umfang: 1 CD

Dauer: 49.20 Minuten

Buch: Marc Gruppe

Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe

Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats

Mastering: Michael Schwabe, Monoposto

Cover-Illustration: Ertugrul Edirne

Layout: Doreen Enderlein

Titania Medien (Sony Music), 28.06.2019

 

ISBN: 978-3-7857-5949-3

ASIN: 3785759495

 

Erhältlich bei: Amazon

SprecherInnen:

  • Flaxman Low: Rolf Berg
  • Colonel Winston Daimley: Gerhard Fehn
  • Olivia Daimley: Mia Geese
  • Lane Chaddam: Nils Kreutinger
  • Pflegerin: Fabienne Hesse
  • Schrecken aus dem Moor: Marc Gruppe

Serienguide:

Alles zur Reihe Gruselkabinett

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.07.2019, zuletzt aktualisiert: 15.07.2019 20:03