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Flower & Devil (Bd. 1)

Rezension von Martina Klein

 

"Weil ihn das Leben im Jenseits langweilt, hat sich der gut aussehende Dämon Vivi auf der Erde niedergelassen. Dort nimmt er das Waisenkind Hana zu sich und zieht es auf. Als aus dem kleinen Schreihals aber ein quirliger Teenager geworden ist, bekommt Vivi ernsthafte Probleme. Denn Hana sehnt sich nach seinem Biss, um endlich seine Braut zu werden..."

 

Soviel steht auf dem Buch. Im Internet heißt es weiter:

 

"Dennoch hat Vivi Hana stets auf Distanz gehalten, denn Vivi ist ein Dämon und Hana ein Mensch! Da Hana jedoch um Vivis Geheimnis von klein auf wusste, fürchtet sie sich nicht vor ihm, vielmehr möchte sie in seiner Nähe sein und ihm ihre Zuneigung bekunden. ... Allerdings hat Vivi bisher noch keine Anstalten gemacht, sich ihr zu nähern..."

 

Doch irgendwann wird sich das bestimmt ändern! - Der Untertitel der Geschichte lautet schließlich: "Bis der Dämon mich küsst!" Das sagt im Prinzip schon, worum es geht:

 

Vivi, ein 200 Jahre alter Dämon, lebt also seit über einem Jahr mit seinem Diener Toni bei den Menschen, als er ein kleines Baby, ein Mädchen, vor seiner Haustür findet. Zunächst eher widerwillig nimmt er es bei sich auf und nennt es Hana, was das japanische Wort für "Blume" ist (Hana liebt Blumen und hat das Lächeln einer solchen...). Immerhin ist Hana eine kleine Abwechslung in seinem ansonsten eher langweiligen Leben. Trotz seiner Gleichgültigkeit wächst ihm das kleine Mädchen jedoch schon bald ans Herz, besonders da sie selbst ihren neuen Beschützer über alle Maßen zu bewundern scheint. Alle anderen jedoch sind genervt von Vivis Desinteresse ihnen gegenüber.

 

Schnell wächst Hana heran und ist schließlich mit ihren 14 Jahren und zu dem Zeitpunkt, als die Geschichte des Mangas beginnt, schon fast erwachsen. Und schon früh erfährt sie, dass ihr Ersatzvater kein normaler Mensch ist und sich, auch wenn er das eigentlich gar nicht muss, zum Teil von Blut ernährt. Hana ist eifersüchtig auf Ayame, die Frau, die Vivi von ihrem Blut trinken lässt, und möchte ihrerseits selber so wie sie werden. Doch zu ihrem eigenen Schutz schlägt Vivi ihr diese Bitte vehement ab.

 

Dann kommt überraschend Vivis alter Bekannter Velten zu Besuch. Er soll Vivi zurück ins Dämonenreich holen. Doch Vivi hatte schon damals, als er das Reich verließ, die anderen Dämonen gründlich satt. Natürlich gelingt es Velten also nicht, Vivi zurück zu seinesgleichen zu locken.

 

Wenigstens sorgt er jetzt dafür, dass Hana mehr unter die Leute und in die nahegelegene Stadt kommt, während Vivi sie am liebsten von allen Gefahren fernhalten und verstecken möchte.

 

Velten rät Hana, eine Party zu veranstalten, um Vivi endlich näher kommen zu können. Aber Vivi hat einfach zu viel Angst, sie zu verlieren, wenn er sie berührt - denn: Wenn Dämonen Blumen berühren, verwelken diese sofort! Und würde Vivi Hana, die ja wie eine Blume ist und auch so heißt, berühren, würde sie vielleicht auch wie eben so eine Blume verwelken...

 

Schließlich und nach so viel Zurückweisung geht Hana auf Abstand zu Vivi. Doch als sie sich immer mehr mit Velten anfreundet, nagt die Eifersucht an dem scheinbar so gleichgültigen Vivi. Er ist ganz hin und her gerissen zwischen seiner Angst und seiner Zuneigung zu Hana. Diese gibt nicht auf und startet nun doch noch einen weiteren Versuch, Vivi für sich zu gewinnen: Gemeinsam mit Vivi möchte sie sich den magischen Vollmond anschauen, um für immer mit ihm zusammen zu bleiben. Doch er will auch das nicht und geht lieber zu seiner "Blutspenderin" Fräulein Ayame.

 

Velten gibt sich alle Mühe, Hana zu trösten - doch es hilft nichts! Zudem macht er selbst Vivi so nur noch missgünstiger ihm gegenüber. Doch schließlich lässt sich Vivi, dem Hana dann doch fehlt, doch noch dazu erweichen, den Mond gemeinsam mit ihr zu bewundern...

 

Plötzlich und unerwartet taucht der Dämon Klaus auf, um seinerseits zu versuchen, Vivi zurück ins Dämonenreich zu holen, nachdem Velten ganz offensichtlich an dieser Aufgabe gescheitert ist. - Ganz nebenbei lernen wir von ihm etwas über die hierarchische Struktur des Dämonenreiches und natürlich gelingt es auch ihm nicht, Vivi zu einer Rückkehr zu den anderen Dämonen zu überreden. Am Ende muss er unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen...

 

Am Ende dieses ersten Bandes der Reihe gibt es eine Danksagung der Autorin Hisamu Oto an die geneigten Leser. Und schon vorher bezeichnet sie in einem der eingeschobenen Kommentare von ihr ihren Manga selbst als "ziemlich seicht", was man eigentlich so stehen lassen kann: Die Story ist in der Tat ziemlich schnell umrissen, und es passiert nicht wirklich viel. Zudem fängt jedes der Kapitel, die ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte in dem japanischen Magazin "Hana to Yume Comics" erschienen sind, mit einer ausführlichen Wiederholung des bisher Geschehenen an.

 

Das soll aber nicht heißen, dass der Manga schlecht ist: Die leicht kitschige Geschichte erinnert etwas an die "Twilight"-Bücher von Stephenie Meyer und wird den Fans davon sicher super gefallen! Alles wird mit sehr viel Herz erzählt. Eben echt was für Mädchen!

 

Die Zeichnungen sind sehr schön und gefühlvoll ausgearbeitet, wenn auch manchmal irgendwie etwas statisch. Und auch die Kommentare der Autorin Hisamu Oto, die Nudeln, Wirsing und Kuchen liebt und die Blutgruppe 0 hat, sind sehr nett und sympathisch.

 

Fazit:

 

Wenn man romantische Unterhaltung ohne viel Action, dafür aber mit umso mehr Herz möchte, ist dieser Manga genau das Richtige! Er bietet viel Stoff für Tagträume von der einzigen großen Liebe und dem oftmals beschwerlichen Weg dorthin.

 

Eure Meinung:


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Comic:

HANA TO AKUMA by Oto Hisamu © 2008 Oto Hisamu

Flower & Devil (Bd. 1)

Text & Zeichnungen:

Hisamu Oto

Format: Softcover

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 192

Altersangabe: ab 13

Verlag: Tokyopop

Erschienen: Oktober 2010

ISBN-Code (13):

978-3-8420-0011-7

ISBN-Code (10):

3-8420-0011-1

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weitere Infos:


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Erstellt: 16.03.2011, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40