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Fluch der Karibik 2: Dead Man’s Chest von Wolfgang und Rebecca Hohlbein

Roman zum zweiten Kinofilm

Rezension von Stefanie Borgmann

 

Freibeuter, Korsaren, Bukaniere, Barbaresken: Die Namen für Piraten sind vielfältig. Kein Wunder, denn vom 17. bis zum 19. Jahrhundert trieben die Schurken zu Wasser ihr Unwesen auf dem gesamten Globus. In der Karibik, auf Madagaskar, bei Mauritius oder in der Nähe von Helgoland: Überall, wo es etwas zu erbeuten gab, waren die Schrecken von Seehändlern und Marineoffizieren nicht weit.

 

Bei den Männern mit Augenklappe, Holzbein und Papagei auf der Schulter handelte es sich aber keineswegs ausschließlich um Raufbolde, Trinker und Ganoven. Vielmehr waren viele unter den Piraten Freigeister, die auf ihren Schiffen Demokratie und eine klassenlose Gesellschaft lebten. Sie waren der Gerechtigkeit und Gleichheit untereinander verpflichtet, mit Leib und Seele Wasserratten, tollkühn, beherzt und gefährlich.

 

Dieses romantische Bild der Freibeuter ist eine willkommene Einladung für jeden Produzenten und Regisseur, die Abenteuer auf Leinwand zu bannen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass schon 1926 der erste Piratenfilm das Licht des Projektors erblickt hat. Fortan folgte eine ungebrochene Begeisterung für wilde Gefechte auf hoher See. Burt Lancaster schickte als der „Rote Korsar“ so manch einen über die Planke und brach die Herzen der Frauen reihenweise. Auch Erroll Flynn machte die Meere unsicher und lockte die Zuschauer zu Land scharenweise in die Kinosäle.

 

Die Begeisterung für Blackbeard, Francis Drake, Captain Blood und Co. ist ungebrochen. Säbel, die sich ihren Weg über das Deck des Schiffes fechten und wehende Piratenflaggen erfreuen sich auch heute noch eines breiten Publikums.

 

Dies zeigt vor allem der enorme Erfolg von Jerry Bruckheimers Piratenfilmreihe „Fluch der Karibik“. Im Jahr 2006 ist die Crew um Kapitän Jack Sparrow nun schon das zweite Mal auf große Fahrt gegangen und segelt den Abenteuern entgegen.

 

Eine Besatzung halb Mensch halb Meerestier unter der Flagge des Piraten Davy Jones sinnt darauf, eine längst vergessene Rechnung mit Jack zu begleichen. Weil der liebenswürdige, aber schrullige Kapitän der Black Pearl einst eine Vereinbarung mit dem Tintenfisch ähnlichen Davy Jones einging, muss er nun für den erbrachten Dienst, die Bergung der Black Pearl, aufkommen. Hundert Seelen oder hundert Jahre in der Crew des unheimlichen Unterwasserkapitäns sind die Bedingungen, um seine Schuld zu büßen.

 

Doch Jack hat einen anderen Plan: Er macht sich auf die Suche nach dem Herz des Davy Jones, dass in einer Schatztruhe verborgen ist. Ihm dicht auf den Fersen sind die üblichen Verdächtigen: Will Turner, der Jack’s Kompass haben möchte, um seine Verlobte, Elizabeth Swann, zu retten, die British East India Trading Company und weitere Bekannte aus dem ersten Teil.

 

Es beginnt ein heiterer Reigen aus Verfolgungsjagden, Schwertduellen und Wortgefechten. Kein leichtes Unterfangen diese unkomplizierte Heiterkeit der Geschichte auf Papier zu bringen. Doch nachdem Wolfgang Hohlbein und seiner Tochter dies bereits beim ersten Teil meisterlich geglückt ist, stand es scheinbar außer Frage, dass schreibende Duo auch für den zweiten Teil zu verpflichten. Wie erwartet meistern sie erneut, den Wortwitz des Jack Sparrow nahezu adäquat einzufangen und der Dynamik der Handlung ihren Raum zu lassen. Mit diesem Buch kann man ganz herrlich die Zeit überbrücken bis Fluch der Karibik 2 uns auf einer DVD entgegen gesegelt kommt.

Eure Meinung:


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Buch: Fluch der Karibik. Dead Man's Chest

Roman zum zweitenKinofilm

Autor: Wolfgang und Rebecca Hohlbein

Broschiert, 251 Seiten

Vgs, Juli2006

ISBN: 3802535413

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 16.08.2006, zuletzt aktualisiert: 06.03.2020 08:34