Flucht aus Luma von Angie Sage

Reihe: Falkenreiter Band 1

Rezension von Frank W. Werneburg

Verlagsinfo:
Alex weiß nicht viel über ihre Eltern, aber sie hat ein paar Zauberkarten von ihnen geerbt. Sobald sie die Hand darüber bewegt, kann Alex in die Vergangenheit sehen, aber auch in die Zukunft. Das tut sie natürlich nur heimlich, denn in Luma ist Magie streng verboten. Als ihr Geheimnis auffliegt, flieht Alex aus ihrer Heimat. Doch ein Falkenreiter des Königs ist längst hinter ihr her. Wird Alex’ Magie stark genug sein, um allen Gefahren zu trotzen und ihre Eltern zu finden?

Rezension:
Als die Magie im Königreich verboten wird, können der Hofmagier und seine Frau ihre kleine Tochter in letzter Sekunde einer fremden Frau in die Hände drücken. Jahre später wächst die mittlerweile 11-jährige Alex zusammen mit den Kindern ihrer Pflegemutter in Luma auf. Obwohl jede Magie streng verboten ist, besitzt sie immer noch die Zauberkarten ihres Vaters, die sie gelegentlich für Weissagungen benutzt. … bis sie von ihrer Pflegeschwester Zerra verraten wird. Zusammen mit ihrem kleinen Pflegebruder muss Alex Hals über Kopf fliehen. Eine aufregende Flucht mit zahlreichen Irrtümern beginnt.

 

Der Auftakt dieser primär an junge Leser gerichteten Fantasy-Reihe von Angie Sage zieht seine Leser schnell ins Geschehen. Auch wenn das Buch für Leser ab 11 Jahren empfohlen wird, kann die abenteuerliche Geschichte durchaus auch erwachsene Leser überzeugen. Der Fokus liegt nicht durchgehend auf dem Mädchen Alex, sondern auch anderen Charakteren kommt abschnittsweise der Protagonistenstatus zu. Immer wieder drängen im Laufe der Handlung die Themen Freundschaft und Vertrauen in den Vordergrund. Dieser Band endet in einem recht heftigen Cliffhanger, der viele Fragen noch offen lässt.

 

Auch wenn mein Gesamteindruck des Buches inhaltlich durchweg positiv ist, muss ich 2 Punkte ansprechen, die mir negativ auffallen. Zum einen ist auf dem Cover ein Falke mit Reiter abgebildet. Im Verlauf des Buches wird dieser Falke aber nur von 2 Personen geritten, wobei die Person auf dem Cover zu keiner deren (Kleidungs-)Beschreibungen passt. Der andere Punkt betrifft mein ›Lieblingsthema‹, die ›Übersetzungen‹ fremdsprachiger Originaltitel. Der lautet in diesem Fall nämlich Enchanters’ Child, Book One: Twilight Hauntings, sinngemäß also etwa »Des Magiers Kind, Zwielicht-Spuk«. Erschwerend kommt hinzu, dass es in den folgenden Bänden – als Ergebnis der Handlung dieses – wahrscheinlich gar keine Falkenreiter geben dürfte.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte sprachlich überzeugend. Die Hauptzielgruppe wird dabei vor allem an den relativ kurzen Einzel-Spannungsbögen deutlich. Trotzdem kann die Story sprachlich wie inhaltlich auch ältere Leser vollkommen überzeugen. Nach dem bereits erwähnten Cliffhanger kann man nur auf baldigste Fortsetzung hoffen.

Fazit:
Ein inhaltlich rundum überzeugender Start in eine abenteuerliche jugendliche Fantasy-Reihe mit überzeugenden Charakteren.

Eure Meinung:

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zuletzt aktualisiert: 18.09.2021 12:32 | Users Online
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