Lucia lebt in Catania auf Sizilien, wo sie als Baby vor einer Kirche ausgesetzt wurde. Mittlerweile ist sie 13. Auf der Geburtstagsparty einer Freundin brechen zu ihrem eigenen Erschrecken Funken aus ihren Händen hervor. Die sagenhafte Feuermagie ist in ihr erwacht. Plötzlich hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden. Auf dem Markt wird sie von einem eigenartigen Jungen angesprochen, der sie überreden will, mit ihm ein Portal nach Flammaris zu durchschreiten.
Sarah Fleury lässt ihre Jugend-Urban-Fantasy-Reihe mit einer in diesem Genre schon als typisch zu bezeichnenden Ausgangslage beginnen. Ein junger Mensch, der wenig über seine eigene Herkunft weiß, erfährt völlig überraschend, dass er besondere Fähigkeiten hat und deshalb zukünftig eine besondere Schule besuchen soll. Harry Potter lässt grüßen. In diesem Fall handelt es sich um ein 13-jähriges Mädchen.
Etwas außergewöhnlich ist es hingegen, dass der Realwelt-Part der Story in Italien verankert ist. Meist ist man hier ja eher den britisch-amerikanischen oder den deutschsprachigen Raum gewohnt. Aber das spielt (zumindest bisher) nur am Anfang eine Rolle, da sich die Handlung recht schnell – ebenfalls Genre-typisch – in eine magische Welt verlagert.
Ihre Eigenständigkeit gewinnt die Geschichte durch die spezielle Feuermagie und die doch sehr locker angelegten Umgangsformen an der Schule, die von einer Rebellengruppe, die gegen die Herrscherin der magischen Welt kämpft, betrieben wird. Das Ende dieses Auftaktbandes macht dann Lust, die Erlebnisse der jungen Protagonistin weiterzuverfolgen.
Die Autorin erzählt aus einer auktorialen Perspektive. Störend wirkt, dass sie immer wieder Gender-Aufzählungen wie Schülerinnen und Schüler oder Feuermagierinnen und Feuermagier verwendet, obwohl alleine durch die Protagonistin schon klar ist, dass es unter den Schülern und Feuermagiern auch weibliche Exemplare gibt.