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Forever – Das ewige Mädchen von Rebecca Hamilton

Rezension von Christel Scheja

 

Rebecca Hamilton lebt mit ihrer Familie in Florida. Da eines ihrer Kinder autistisch ist, hat sie gelernt, die Welt auch aus der Sicht von Andersdenkenden zu beschreiben, was man immer wieder deutlich an „Forever – Das ewige Mädchen“ merken kann, dem ersten Roman aus ihrer Feder, der auch in Deutschland erscheint.

 

Sophia lebt in Belle Meadow, einem kleinen verschlafenen Kaff nur eine halbe Autostunde von Denver entfernt. Frisch vom College gekommen ist sie nun auf der Suche nach einer Stelle als Geschichtslehrerin, aber für die offenen wird immer nur Berufserfahrung verlangt, die sie naturgemäß nicht mitbringen kann.

Zudem hat sie auch andere Probleme. In dem kleinen Ort ist sie als Hexe verschrien, was sie eine bibeltreue Nachbarin immer wieder durch Drohbriefe und kleinere Aktionen spüren lässt, zum anderen quält sie seit ihren achtzehnten Geburtstag ein Summen im Kopf, das einfach nicht weggehen will.

Aus diesem Grund wagt sie einen Zauber, der allerdings übel daneben geht, denn die Stimmen sind nun mehr denn je in ihrem Kopf präsent und plötzlich streifen auch geheimnisvolle dunkle Gestalten um ihr Haus herum und tauchen in ihrer Nähe auf. Zu ihnen gehört auch der rätselhafte Charles, den sie in einem eigenartigen Club kennenlernt und der jedoch nicht lange mit seinem Geheimnis hinter dem Berg hält, und sie in eine Welt jenseits der Realität einführt, zu der Sophia ebenfalls gehört – so sehr sie jetzt auch dagegen sträuben mag ...

Denn die Vergangenheit ihrer Familie beginnt sie einzuholen, beginnend mit der Hinrichtung einer Vorfahrin als Hexe, die der jungen Frau enger verbunden ist, als sie nach den ersten Visionen von ihr ahnt.

 

Auf den ersten Blick hat „Forever – Das ewige Mädchen“ viel von einer der typischen paranormalen Romanzen. Eine junge Frau, die zwar schon immer ein wenig anders war, aber dennoch versucht mit beiden Beinen in der Realität zu stehen, wird damit konfrontiert, dass nicht nur sie übersinnliche Fähigkeiten hat, sondern auch viele andere, dass es magische Wesen gibt, die die Unsterblichkeit für sich gepachtet haben, auch wenn das einen Preis hat – die einen sind Gestaltwandler, die anderen Vampire.

Zudem begegnet sie schon bald einem Mann, der zwar ebenfalls seine Geheimnisse hat, sie aber nicht mehr wirklich los lässt. Die Liebe schmiedet enge Bande, die sie immer tiefer in einen Kampf führt, der schon lange hinter den Kulissen der Normalität geführt wird – und natürlich ist sie ein wichtiges Glied in der Kette der nun folgenden Ereignisse.

Dennoch hebt sich die Geschichte ein wenig von der Masse ähnlicher Titel ab. Rebecca Hamilton nimmt sich viel mehr Zeit, die Figuren einzuführen und ihnen einen ausgefeilten, interessanten Hintergrund zu geben. Sie macht sich Gedanken um die Fähigkeiten ihrer Heldin und achtet auch darauf, Hexenkünste nicht all zu oberflächlich und leichtfertig einzusetzen. Ihre Vampire und Gestaltwandler haben einen etwas anderen, aber nicht minder logischen Ursprung.

Allein die Handlung verbeugt sich vor den gängigen Klischees und versucht nur selten aus den beliebten Mustern auszubrechen. Immerhin dominiert die Liebesgeschichte nicht, sondern ist nur eine nette und passende Dreingabe. Insgesamt ist die Geschichte doch sehr flott und kurzweilig geschrieben und hat trotz des eher gemächlichen Tempos keine Längen.

 

„Forever – Das ewige Mädchen“, greift zwar beliebte Archetypen und Themen des Genres auf, die Autorin schafft es allerdings ihren Hexen, Vampiren und Gestaltwandlern einen anderen Hintergrund zu verpassen, der die Geschichte deutlich gegenüber anderen Liebesgeschichten mit Magie hervorstechen lässt. Auch die Ausarbeitung der Figuren kann sich sehen lassen, gibt die Autorin ihnen damit doch ein interessantes und facettenreiches Profil.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Forever – Das ewige Mädchen

Autorin: Rebecca Hamilton

Mira-Verlag, November 2013

Taschenbuch, 300 Seiten

Übersetzerin: Iris Homann

 

ISBN-10: 3862788393

ISBN-13: 978-3862788392

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 28.11.2013, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49