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Frozen – Tod im Eis von Jens Schumacher

Rezension von Christel Scheja

 

Inzwischen hat der 1974 geborene Jens Schumacher über 50 Romane veröffentlicht, unter anderem auch viele Jugendbücher und phantastische Romane. Auch in seinem neusten Buch „Frozen – Tod im Eis“ nimmt er sich eines Themas an, das nicht ganz von dieser Welt ist.

 

Computergenie Henry ist daran gewöhnt, dass sein Vater, der Anthopologie Donald Wilkins, immer wieder lange unterwegs ist und manchmal über Monate nicht nach Hause kommt. Doch nun erreicht ihn die Nachricht, dass er im ewigen Eis der Antarktis verschollen ist. Kurzentschlossen macht sich der Junge mit dem Rettungsteam auf den Weg und trifft in der Antarktis ein. Schon die Ankunft ist ein Abenteuer, erwarten ihn doch eine ungewohnte Umgebung und ein Klima mit dem nicht zu spaßen ist.

Dennoch kann er es nicht erwarten, mit den anderen aufzubrechen. Schon in McMurdo gibt es seltsame Gerüchte. Ganz offensichtlich haben die Forscher etwas gefunden, was es eigentlich nicht geben dürfte: Ruinen einer Stadt, einer Zivilisation im Ewigen Eis.

Schon auf dem Weg zum letzten bekannten Aufenthaltsort, machen die Retter Entdeckungen, die ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen. Etwas oder jemand hat die Menschen angegriffen und Tribut gefordert. Kann es sein, dass das erste Team etwas geweckt hat, was besser in Ruhe gelassen hätte werden sollen?

Die Ahnungen bestätigen sich, als sie die Stadt mit eigenen Augen sehen und weitere schreckliche Spuren entdecken. Doch damit beginnt das Abenteuer erst, denn auch der Millionär, der die Expeditionen mitfinanziert hat, will ebenfalls ein Wörtchen mitreden.

 

„Frozen – Tod im Eis“ hat alles, was man von einem Gruselthriller erwartet – ein Geheimnis, das es zu lösen gilt, unheimliche Hinweise und Menschen, die ihren Profit aus der ganzen Sache ziehen wollen, egal, was das für Kosten für den Rest der Welt hat. Jens Schumacher zeichnet eine spannende Reise durch ein Land nach, das auch heute noch ein Abenteuer ist und dem größten Teil der Menschheit verschlossen sein wird.

Genrefans werden allerdings auch die Vorlage wiedererkennen, von der er sich hat inspirieren lassen. Howard P. Lovecrafts „Berge des Wahnsinns”. Auch dort findet eine Expedition im ewigen Eis des Südens Ruinen und verschwindet spurlos, ihre Retter folgen den Spuren und müssen sich dann ebenfalls dem Grauen stellen.

Viele Elemente und Figuren aus dem in den späten 1920ger Jahren entstandenen Werk sind wiederzuerkennen, die Geschichte geht aber stellenweise auch ihre eigenen Wege und wird dem Anspruch gerecht, ein Jugendroman zu sein. Nichtsdestoweniger ist er spannend erzählt und wirkt glaubwürdig, da der Autor sich offensichtlich gut über die klimatischen und geografischen Verhältnisse und die Gefahren der Antarktis informiert hat.

Alles in allem können auch diejenigen ihren Spaß an der Geschichte haben, selbst wenn sie Lovecrafts Novelle kennen, denn der Autor weiß die Leser trotz der Ähnlichkeiten durch die ein oder andere Überraschung und sympathische Figuren zu fesseln.

 

„Frozen – Tod im Eis“ ist ein gelungener Actionthriller für Jugendliche und Erwachsene, der vor allem durch seine durchweg spannende Handlung und das faszinierend fremdartige Szenario Antarktis punkten kann.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Frozen – Tod im Eis

Autor: Jens Schumacher

broschiert, 366 Seiten

Loewe, erschienen Oktober 2012

Titelbild von Markus Lovadina

ISBN-10: 3785574711

ISBN-13: 978-3785574713

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 08.03.2013, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59