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Fullmetal Alchemist Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Bereits seit 2002 gehört der Fantasy-Manga „Fullmetal Alchimist“ zu den erfolgreichen Serien Japans, verbindet er doch die beliebtesten Elemente des Genres actionreich miteinander und zeigte eine Menge Potential – genug, um in eine eigene Anime-Serie um gesetzt zu werden. Nachdem die Reihe auch in Amerika große Erfolge feierte, hat die lang erwartete Reihe endlich auch den Weg in einen deutschen Verlag gefunden.

 

Für ihren Versuch, ihre Mutter wiederzubeleben mussten die Brüder Edward und Alphose Elric einen hohen Preis bezahlen, weil sie die bei dem Zauber benötigten Kräfte überschätzten.

Alphonse verlor während des Rituals seinen Körper, Edward ein Bein. Letzterer konnte seinen jüngeren Bruder danach auch nur retten, weil er noch einen Arm dafür hergab, um die Seele in eine alchimistische Rüstung zu bannen.

Er selber erhielt später durch Staatsalchimisten, die sich der Jungen annahmen um sie auszubilden, mechanische Glieder und ist seither als der „Fullmetal Alchimist“ bekannt – auch wenn die meisten Menschen ihn zunächst mit seinem Bruder – der lebenden Rüstung verwechseln.

Jahre später ziehen Edward und Alphonse im Auftrag seiner Vorgesetzten durch die Lande, um Missbrauch der Alchemie, so wie sie ihn begannen, aufzuspüren und weitere Auswüchse zu verhindern oder den Kirchenfürsten beizustehen, wann immer sie es befehlen. Gleichzeitig suchen sie nach Möglichkeiten Alphonse wenigstens einen neuen Körper zu geben.

Doch nicht jeder bringt den Staatsalchimisten Achtung und Respekt entgegen – in einer Taverne merken die Brüder recht schnell, dass ihnen die Leute Hass und Verachtung zeigen. Ganz offensichtlich haben sie schlechte Erfahrungen mit anderen Staatsalchimisten gemacht, die ihre Macht für eigennützige Zwecke missbrauchten oder arrogant auf ihre Stellung pochten. Schon bald bekommen sie es in einer Bergwerkstaat nicht nur mit ein paar Räubern sondern recht arroganten Mitgliedern ihrer Zunft zu tun.

 

So wie in den Manga für Jungen üblich werden die Helden kurz mit ihrer Hintergrundgeschichte eingeführt, um dann gleich in medias res zu gehen. Edward und Alphonse bekommen sehr schnell und oft Gelegenheit, ihre Fähigkeiten im Kampf einzusetzen. Dabei stehen sie ihren Vorgesetzten oft etwas zynisch gegenüber, wiederstrebt es doch ihrem eigenen Gerechtigkeitsempfinden, nach solchen Befehlen zu handeln. Noch kann man nicht viel über die Serie sagen, da sie die Leser erst einmal mit den Figuren und Gegebenheiten vertraut macht und noch keinen roten Faden zeigt.

Die Zeichnungen sind so wie für Jungen-Manga typisch, eher dynamisch als detailreich, jedoch von guter Qualität.

 

„Fullmetal Alchimist“ wendet sich vor allem an Leser, die actionreiche und dynamische Handlungen im Stil eines Actiongames mögen. Eine charakterliche Einführung der Helden findet nur rudimentär statt, es wird mehr Wert auf die Präsentation ihrer Fähigkeiten gelegt, Charakterentwicklung, tiefe Gefühle oder gar Liebe haben so gut wie keinen Platz in der abenteuerlichen Geschichte.

 

Eure Meinung:


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Fullmetal Alchemist Bd. 1

Text/Zeichnungen: Hiromu Arakawa

Planet Manga/Panini Verlag, September 2006

Übersetzung aus dem Japanischen von Burkhard Höfler

ca. 180 Seiten, 7,95 EUR

ISBN 3-86607-249-X

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 28.09.2006, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40