Furcht – Horrorgeschichten aus dem modernen Japan ist eine Anthologienreihe, deren Inhalt durchaus das verspricht, was der Titel auch schon aussagt. Die einzelnen Geschichten mögen zwar recht kurz sein, haben es aber in sich, auch im hier vorliegenden fünften Band.
Eine Freundschaft, auch schon eine Übernachtung im Auto können ganz harmlos beginnen, aber leider sehr schnell in das Gegenteil umschlagen, genau so wie das Treffen mit einer ungewöhnlichen Dating-Partnerin.
Besessenheit von einer Sache bestimmt auch die Beziehung einiger Fans zu ihren Idolen und wie gerne nimmt man das Angebot einer Person an, die einem das gibt, was man sonst nicht bekommen kann?
Wie auch schon in den vorhergehenden Bänden setzen die Künstler auf Geschichten, die ihren Beginn immer im alltäglichen Leben der Betroffenen nehmen. Jugendliche oder Erwachsene versuchen ein wenig Glück zu finden, aber es zeigt sich natürlich auch, dass das Böse das schamlos ausnutzt.
Und so beginnen die Erzählungen immer recht harmlos und nett, ehe sie sich dann zu einem Reigen aus unheimlichen Begebenheiten ausweiten, dabei oft nicht einmal ankündigen, sondern das falsche Gesicht erst später enthüllen. Erneut wird dabei natürlich auch wieder mit den Wünschen und Sehnsüchten der Betroffenen gespielt.
Die Handlung bleibt meistens erstaunlich ruhig, das Grauen schleicht sich leise ein und schlägt dann meistens in einer bösen Pointe zu. Dabei geht es nicht immer nett zu, so dass die Erzählungen eher etwas für ältere sind. Und vielleicht bleibt nicht jede Wendung hängen, aber letztendlich doch mehr als in anderen Horrorgeschichte, gerade weil vieles unmittelbarer ist.