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Galapagos 3D(DVD; Dokumentation; FSK 0)

Rezension von Christel Scheja

 

Der britische Tierfilmer David Attenborough hat die Galapagos-Inseln bereits vor gut dreißig Jahren das erste Mal besucht und war schon damals von der Natur und der außergewöhnlichen Tierwelt begeistert, so dass er sich nun dazu entschieden hat, dort eine weitere Dokumentation zu drehen und diesmal die neuste Technik dafür zu verwenden.

 

Durch seine abgeschiedene Lage konnte das Archipel weit draußen im Pazifik ganz eigene Arten entwickeln. Seine Forschungen veranlassten Charles Darwin sogar sein bahnbrechendes Werk über „Die Entstehung der Arten“ und die damit auch seine Evolutionstheorie aufzustellen. Und auch heute noch können Wissenschaftler interessante Beobachtungen machen, die sie in ihren Studien und Überlegungen weiter bringen

Die erste Episode beschäftigt sich damit, wie die Galapagos-Inseln eigentlich entstehen konnten, und wie es Pflanzen und Tiere im Laufe der Zeit schafften, sich dort anzusiedeln. Noch heute geben vulkanisch aktive Inseln Aufschluss darüber, wie das von statten ging und wie das Leben auf der vulkanischen Erde Fuß fassen konnte.

Veränderte Umweltbedingungen veranlassten die Tiere dazu, sich weiter zu entwickeln. Landschildkröten entwickelten verschiedene Panzerformen, um an die für sie nahrhaften Pflanzen zu kommen. Finken unterschiedliche Schnabelformen. Obwohl nicht für das Meer geschaffen, lernten Echsen sich ihre Nahrung in Form von Seetang aus dem Meer zu holen und das überschüssige Salz auf interessante Art und Weise wieder auszuscheiden. Vin diesen und anderen Dingen erzählt die zweite Folge.

In der dritten erfährt man mehr über den Einfluss des Menschen auf die Flora und Fauna der Inseln – obwohl einige Arten durch die Anwesenheit ausgestorben sind, so bietet genau dieser Fakt gerade heute so manche Überraschung, die gerade die Biologie in Atem hält.

 

Vom 3D-Format ist natürlich auf der DVD nicht viel zu sehen, trotzdem überzeugt bereits diese durch glasklare und tiefenscharfe Aufnahmen, durch kräftige Farben und angenehmen Lichtfall gerade bei den Meeresaufnahmen. Das kommt vor allem den atemberaubenden Naturaufnahmen zugute, die mal die Landschaft zeigen, dann aber auch den dort lebenden Mikrokosmos.

Tiere und Pflanzen sind immer ins rechte Licht gesetzt und kommen bis ins kleinste Detail zur Geltung, gelegentlich werden auch kleine Geschichten dazu erzählt.

David Attenborough führt zudem persönlich durch die Themen und tritt auch immer wieder ins Bild, um eine Bindung zum Zuschauer zu schaffen und der Dokumentation seinen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken.

Aber es gibt auch genug Szenen und Sequenzen, in denen er nur als Erzähler im Hintergrund zu hören ist und ansonsten die reinen Bilder sprechen lässt. Informationen werden deshalb auch in kleinen Happen serviert und so gehalten, dass sie jeder Zuschauer aufnehmen und in Ruhe verdauen kann. Interessant ist auch die Vermischung historischer, geologischer und biologischer Fakten, die sehr deutlich machen, wie sehr alles ineinander greift.

Auch der ökologische Bezug wird nicht vergessen – die Galapagos-Inseln sind eine Chance für die Menschen es besser zu machen und für die Zukunft in anderen Regionen zu lernen, immerhin gelingt es durch ihre Pflege gerade die Schildkrötenpopulation wieder auf ein Maß zu bringen, so dass viele Arten nicht mehr bedroht sind.

Das ausführliche Making-of, das man quasi als eigenständige Folge sehen kann, ist dann auch noch das Tüpfelchen auf dem I, da man so einiges von den Problemen und amüsanten Momenten mitbekommt, die in der ansonsten doch eher reibungslos gefilmten und im Ton eher ernsten Dokumentation fehlen.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem ist „Galapagos“ der sehenswerte Blick auf ein ganz besonderes Archipel, das nicht nur heute die Menschen fasziniert, sondern auch schon in der Vergangenheit die Entwicklung bahnbrechender Theorien zur Evolutionsgeschichte ermöglichte und noch heute die Menschen so einiges über die Natur und ihre vielen Facetten lehren kann, die sich immer wieder neu den Gegebenheiten anpassen und das oft schneller als man denkt.

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DVD:

Galapagos 3D

Darsteller: Sir David Attenborough

Regisseur(e): Martin Williams

Format: PAL, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch (DD 5.1)

Bildformat: 16:9/1,78:1

Anzahl Disks: 2

FSK: Infoprogramm

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 29. Januar 2016

Produktionsjahr: 2013

Spieldauer: 150 Minuten (3 Folgen a 50 min & Making-of mit ca. 50 min)

ASIN: B016X7JT28

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023020519243374ae5719
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Erstellt: 05.02.2016, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01