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Gallaghers Sturm von Achim Hiltrop

Reihe: Die Gallagher-Chroniken, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Bereits vor einigen Jahren sind die „Gallagher Chroniken“ schon einmal in einem kleinen deutschen Verlag erschienen. Der Autor Achim Hiltrop hat die Neuausgabe beim Atlantis-Verlag nun genutzt, um seine Serie noch einmal gründlich zu überarbeiten und mit einigen Szenen zu erweitern, um das Bild abzurunden. So erhält der Leser - selbst wenn er die Serie schon kennt - auch neuen Lesestoff.

 

Der Glücksritter Clou Gallagher treibt sich mit seinem Raumschiff , das von der kybrnetischen Intelligenz Trigger gelenkt wird, zwischen den Planeten herum, um den ein oder anderen Auftrag zu ergattern.

Er ist Söldner und Abenteurer, vielleicht auch Schmuggler, aber nicht das, was ihm die Regierung des Planeten Kerian vorwirft: Ein Kriegsverbrecher und Hochverräter, der eine Millionensumme an Sold unterschlagen hat. Das ist mehr als ärgerlich, denn es gibt durchaus genug Leute, die an ihm verdienen und sein Kopfgeld einstreichen wollen. Immer wieder muss er diesen klar machen, dass er bestimmt keine leichte Beute ist.

Nun aber hat er erst einmal andere Probleme. Um seine mehr als leeren Kassen zu füllen, Vorräte zu kaufen und notwendige Reparaturen zu bezahlen, nimmt er einen mehr als heiklen Auftrag an, der nicht ganz legal ist und eigentlich mit etwas zu tun hat, was ihm ganz und gar nicht behagt - Sklavenhandel. Doch ihm bleibt keine andere Wahl, wenn er einen anderen Schatten der Vergangenheit los werden will: Starafar, einen ehemaligen Söldner-Kameraden, der Gallagher für sein Elend als Krüppel verantwortlich macht und ihn gerne leiden sehen möchte.

Es kommt noch schlimmer als gedacht. Über dem Planeten Drusa holen ihn die Kerianer in Gestalt der attraktiven und sehr zielstrebigen Admiralin Tonya Delanne mit einem kleinen Schlachtschiff wieder ein.

Eine Verkettung von mehr als unglücklichen Umständen fügt allerdings, dass Clou Gallagher schon bald mit der hübschen aber nicht auf den Mund gefallenen Frau zusammen arbeiten muss, um aus seiner Zwangslage zu entkommen. Dabei lernen sich die beiden nicht nur näher kennen, sondern nehmen auch die Spur einer gefährlichen Verschwörung auf, die bis in die höchsten Kreise der kerianischen Regierung reicht. Um diese aufzudecken und Gallaghers Namen rein zu waschen wagen sie sich schließlich sogar in die Höhle des Löwen.

 

Vielleicht erinnert er nicht von ungefähr an Han Solo, aber Clou Gallagher ist der Prototyp des gleichermaßen charmanten wie listigen Glücksritters, der sich durch die Welten der Space Opera liebt und kämpft, immer auf der Suche nach einer größeren Herausforderung und mit keinem echten Ziel.

Das ist die beste Voraussetzung für ein turbulentes, actionreiches Science-Fiction-Abenteuer, bei dem man mitfiebern, schmunzeln und auch schon einmal herzhaft lachen kann, in dem eine spannende Handlung und keine tiefschürfenden Philosophien im Vordergrund stehen. Achim Hiltrop gelingt dies von der ersten bis zur letzten Seite. Man merkt sehr schnell, dass er die Abenteuer seines Helden mit einem Augenzwinkern und dieser sich selbst auch nicht immer ganz ernst nimmt. Da stört es auch nicht, dass er immer wieder Klischees und Archetypen der Space Opera bemüht - eher im Gegenteil, sie gehören in „Gallaghers Sturm“ wie das Salz in der Suppe und werden auch immer wieder einmal verfremdet und auf den Kopf gestellt. Man merkt förmlich, mit wie viel Spaß er an der Sache ist, und diese Begeisterung schlägt auch auf den Leser über.

 

Daher sei allen Fans unterhaltsamer Weltraumabenteuer empfohlen, einen Blick in „Gallaghers Sturm“ zu werfen. Sie werden es nicht bereuen.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20221203202123225c89c1
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Titel: Gallaghers Sturm

Autor: Achim Hiltrop

Reihe: Die Gallagher-Chroniken, Bd. 1

Autor: Achim Hiltrop

Taschenbuch im Großformat - 218 Seiten

Atlantis, Stolberg, erschienen April 2007

ISBN 978-3-936742-83-1

Titelbild von Christian Kesler

Erhältlich bei:

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Erstellt: 11.05.2007, zuletzt aktualisiert: 28.10.2022 15:58