Was passierte eigentlich auf der Welt, als ich noch so klein war, dass ich davon gar nichts mitbekam? Was waren die großen Musikhits und Kinoerfolge in meiner Teenager-Zeit? Worüber sprach die Welt damals? Was war in?
Derartige Fragen haben sich bestimmt schon viel gestellt, sehr viele. Manches hat man nicht mitbekommen, weil man einfach zu jung war, anderes hat einem damals einfach nicht interessiert. Alles zusammen ergibt aber die Welt, in der man aufwuchs, die einem in nicht geringem Maße geprägt hat. Genau diesen Informationen gehen die Bücher der Reihe Meine Ersten 18 Jahre nach, die ursprünglich aus den Niederlanden stammt und jetzt auch auf Deutsch vorliegt.
Auch ohne das niederländische Original zu kennen, wird klar, dass es sich keinesfalls einfach um eine Übersetzung handelt. Im Mittelpunkt der deutschen Ausgabe stehen nämlich Ereignisse und mediale Events aus Deutschland, wobei positiv hervorzuheben ist, dass beide damaligen Teile Deutschlands gleichberechtigt berücksichtigt werden.
Das alles wird nicht im Stil eines Geschichtsbuchs abgehandelt, sondern in Form von kleinen, teilweise bebilderten Artikeln. Ergänzend findet sich zu jedem Jahr eine gebrauchsfertige Spotify-Playlist mit jeweils 10 typischen Songs des Jahres. Die musikalische Auswahl erscheint mir allerdings recht subjektiv.
Diese Geschichtsstunde ist äußerst unterhaltsam. Leider haben sich aber auch einige Fehler oder zumindest Ungenauigkeiten eingeschlichen. So heißt es beispielsweise 1971, BRD, DDR, USA und UdSSR hätte das Viermächteabkommen unterzeichnet – was natürlich totaler Quatsch ist. Die beiden damaligen deutschen Staaten waren daran nicht beteiligt. Und das ist leider nicht der einzige eindeutige Fehler. Trotzdem weckt dieses Buch Jugend-Erinnerungen und macht Spaß.