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Geliebter des Windes von Sydney Croft

Reihe: Die ACRO-Serie, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Die amerikanischen Autorinnen Larissa Ione und Stephanie Tyler veröffentlichen ihren gemeinsamen Zyklus um die Geheimorganisation „ACRO“ unter dem Pseudonym Sydney Croft. In dieser versammelt sich Menschen mit paranormalen Gaben – sei es nun, dass sie das Wetter steuern können oder gar starke tierische Instinkte in sich tragen, die sich auch auf ihre körperliche Konstitution auswirken.

 

Diesmal wird Ender alias Tom Knight auf eine abgelegene Tierfarm im ländlichsten Idaho geschickt, um die Tierpsychologin Kira Donovan für ACRO zu gewinnen und auf jeden Fall zu verhindern, dass IFOR sie sich schnappt. Sollte sie sich weigern, hat er sogar die Anweisung, die junge Frau zu töten.

Kira besitzt nämlich die Fähigkeit, auf sehr intuitive Weise mit Tieren zu kommunizieren und diese auch ohne Worte zu verstehen. So kann sie diejenigen, die bereits von ihren Besitzern oder den Ärzten aufgegeben wurden, genau diagnostizieren und sogar heilen.

Allerdings bringt diese Art von Empathie auch einiges an Ärger mit sich. Denn regelmäßig im Frühjahr verfällt Kira in eine Phase in der sie alle vier Stunden Sex braucht, egal wo und mit wem. Verweigert man ihr dass, wird sie schwer krank und stirbt nach kurzer Zeit.

Tom übernimmt diese Rolle ohne zu zögern, um ihr näher zu kommen. Zunächst sieht er das ganze noch als einfachen Auftrag, doch dann stellt sich heraus, dass er selbst in eine Falle getappt ist. Denn er verfällt Kira mehr als er eigentlich will – und das liegt nicht nur an ihrem Pheromonausstoß und dem kleinen Geheimnis, dass er selbst mit sich herum trägt.

So vergisst er im Rausch der Leidenschaft beinahe seinen Auftrag und die Gefahr die ihnen beiden drohen könnte, wenn IFOR auf sie aufmerksam werden sollte, oder seine Auftraggeber auf Ergebnisse pochen.

Derweil hat die Hauptstelle von ACRO mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn es wird deutlich das in ihrer Mitte ein Maulwurf zu sitzen scheint.

 

Wie auch schon im ersten Band steht nicht die Thrillerhandlung im Mittelpunkt der Geschichte sondern die Beziehung der Helden zueinander.

Das ganze läuft grob gesehen genau so ab wie in „Geliebte des Sturms“ – kaum sehen sich die Protagonisten zum ersten Mal, haben sie Sex miteinander und kommen auch in der folgenden Zeit nicht mehr voneinander los. Irgendwann realisiert der unwissende Partner, dass der andere auf ihn angesetzt wurde und ist sauer, doch letztendlich folgt die Versöhnung auf den Fuß.

Zwar sind einige Parameter diesmal anders, aber im Prinzip passiert nicht mehr und nicht weniger. Selbst die Figuren gleichen sich – sie sind wieder selbstbewusst, ein wenig ruppig und vor allem nicht auf den Mund gefallen und natürlich Prachtexemplare ihrer Gattung.

Die Handlung bleibt jedenfalls während der ganzen Geschichte Nebensache und nur selten kommt wirklich Spannung auf

Zwar ist der Roman gefällig geschrieben, aber das reicht nicht aus, um wirklich im Gedächtnis zu bleiben, denn sowohl die Figuren als auch der Hintergrund bleiben blass und oberflächlich.

 

Genau wie „Geliebte des Sturms“ kaschiert auch „“Geliebter des Windes“ die magere Handlung mit viel Sex und ein paar nicht nennenswerten übersinnlichen Elementen, so dass man auch nicht mehr als einen leidenschaftlichen Liebesroman mit etwas derberer Sprache und Praktiken erwarten sollte.

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Geliebter des Windes

Reihe: Die ACRO-Serie, Bd. 2

Autorin: Sydney Croft

broschiert, 448 Seiten

Heyne, München, erschienen Januar 2011

Übersetzung aus dem Englischen von Eva Malsch

Titelbild von Animagic, Bielefeld

ISBN-10: 3453527798

ISBN-13: 978-3453527799

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.03.2011, zuletzt aktualisiert: 03.04.2021 13:26