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Generation Earth – Wie wir Menschen unsere Welt verändern

Rezension von Christel Scheja

 

Es ist nicht zu leugnen, gerade in den letzten fünfzig Jahren hat sich die Erde grundlegend verändert, auch wenn sie auf Satellitenbildern immer noch so aussieht wie früher und unverändert friedlich scheint. Aber seit 1970 hat sich die Weltbevölkerung auf sieben Milliarden Menschen verdoppelt – und das wird noch so weiter gehen. Aus diesem Grund widmet sich „Generation Earth“ eine dreiteilige Dokumentation der BBC dem technischen Fortschritt, der diese Entwicklung begleitet und vielleicht auch begünstigt hat.

 

In der ersten Folge „Wie wir wohnen“ wird erzählt, wie sich das Leben der Menschen in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Immer mehr Menschen ziehen weltweit in die Städte und lassen deren Einwohnerzahl stetig wachsen.

Da der Raum knapp wird, entstehen immer mehr Gebäude, die in die Höhe wachsen und manchmal sogar schon Siedlungen im Kleinen sind, die es gar nicht mehr notwendig machen, den Komplex zu verlassen, um arbeiten zu gehen, sich zu versorgen oder die Freizeit zu genießen. Tunnelbohrmaschinen schaffen unterirdische Katakomben, die in Städten wie Tokio verhindern sollen, dass Stürme, Regen und das ansteigen der Flüsse zu Überschwemmungen führen.

In einigen Ländern hat man auch Maßnahmen ergriffen, um die Slums zu einem lebenswerten Ort zu machen, ohne jedoch die Lebenswelt der Bewohner damit zu zerstören.

„Wie wir uns fortbewegen“ leitet dann auch gleich zu den Transportmöglichkeiten über, die die Welt zu einem globalen Dorf machen. Das Auto verbindet die Menschen des Umlandes mit ihren Städten, Flugzeuge bringen sie in wenigen Stunden von einem Ende der Welt zum anderen, man muss sich nicht mehr auf monatelange Reisen ins Ungewisse einlassen. Auch die Kommunikationsverbindungen vernetzen die Welt immer mehr.

In der letzten Folge dreht sich alles um „Wie wir überleben“ – denn immerhin muss die steigende Weltbevölkerung auch mit Wasser, Lebensmitteln und Energie versorgt werden. Doch wie gelingt das heute, welche Maßnahmen werden dazu ergriffen, um dies zu gewährleisten?

 

„Generation Earth“ ist eine der Dokumentationen, die sich nur auf die positive Seite des Fortschritts konzentrieren, die negativen Seiteneffekte dabei jedoch weitestgehend ausblenden. Die einzelnen Folgen beschäftigen sich überwiegend mit den Meisterleistungen der Technik und Architektur, wenn es darum geht, in die Höhe zu bauen und Wohntürme zu errichten, wie sie gerade in den Megastädten der weit immer wichtiger werden.

Dazu kommen aber auch weniger sichtbare Meisterleistungen der Ingenieurkunst, vor allem im Untergrund. Denn die Städteplaner machen sic an Orten, die immer wieder von den Naturgewalten überrascht werden können, auch Gedanken, wie sie Überschwemmungen verhindern können. Gerade in Tokio hat man sich einiges dazu ausgedacht.

Dann arbeiten andere Länder daran, die Lebenssituation in ihren Slums zu verbessern – so wie in den brasilianischen Favelas. Dort ist man auf die Idee gekommen, den Menschen durch eine Drahtseilbahn zu ermöglichen, schneller in andere Teile der Stadt und zur Arbeit zu kommen. Es sind manchmal sehr große Projekte, die über Jahre gebaut werden, dann aber auch wieder kleinere Innovationen, die die Welt lebenswert machen.

Ähnlich verfährt man in den anderen Folgen, in denen es um die Verknüpfung der Welt durch Kommunikation und Reisewege geht, aber auch um die Versorgung der immer größer werdenden Menschheit.

Dabei erfährt man nicht nur Dinge, die regelmäßig in den anderen Medien aufgegriffen werden sondern auch neue Details, die auch interessierte Zuschauer noch nicht kannten, gerade was den Standort der größten und gewagtesten Brücken betrifft.. Die Episoden zeichnen insgesamt ein hoffnungsvolles und positives Bild, was man so auch selten findet. Aber sie lassen dennoch nachdenklich zurück, da man sich fragen muss, ob all diese Maßnahmen wirkliche Katastrophen oder den urbanen Kollaps in manchen Regionen aufhalten kann. Immerhin sind die Bilder sehr ansprechen und vertiefen teilweise die Informationen allein durch den Anblick der ungewöhnlichen Bauwerke.

Bild und Ton entsprechen den Standards der heutigen Zeit, Extras gibt es leider keiner. Dafür ist das Digipak ansprechend gestaltet.

 

 

Fazit:

 

„Generation Earth – Wie wir Menschen unsere Welt verändern“ öffnet auf interessante Art und Weise die Augen für die Veränderungen, die seit gut einundeinhalb Generationen im Gange sind. Gerade ältere Zuschauer werden erstaunt sein, was sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr oder weniger unbemerkt getan hat.

Durch den positiven Tenor bleibt man jedenfalls am Ende mit einem guten Gefühl zurück und ist dann auch eher bereit, das Gesehene aufzunehmen und vielleicht sogar darüber nachzudenken.

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DVD:

Generation Earth – Wie wir Menschen unsere Welt verändern

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Polyband/WVG, 27. September 2013

Produktionsjahr: 2012

Spieldauer: 135 Minuten

 

ASIN: B00DM1TB5Y

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 22.10.2013, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01