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Gesandte des Zwielichts von Lara Adrian

Reihe: Mitternachtsbrut Bd. 6

Rezension von Christel Scheja

 

Die „Mitternachtsbrut“ sind Vampire, die von acht Vertretern einer außerirdischen Rasse abstammen und anders als ihre Erzeuger gelernt haben ihren Blutdurst zu zügeln, um mit den Sterblichen in friedlicher Koexistenz zusammen zu leben, auch wenn sie meistens zurückgezogen in eigenen Enklaven, den sogenannten „Dunklen Häfen“ leben. Allein wenn die Vampire bestimmte Grenzen überschreiten, verwandeln sie sich in wilde, blutgierige Bestien, die sogenannten Rogues.

Inzwischen wissen die Krieger, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihr Volk zu verteidigen, das noch einer der Erzeuger ihrer Rasse lebt. Er ist allerdings nur das Werkzeug von Dragos, der die Vampire wieder zu den Herren über die Menschen machen will.

 

Im sechsten Band der Saga „Gesandte des Zwielichts“ hat sich die Lage zugespitzt. Auf Geheiß von Dragos hat dessen Gefolgsmann Wilhelm Roth den „Dunklen Hafen“ in Hamburg vor einigen Monaten zerstört und es scheint niemand überlebt zu haben. Aber nun erweist sich, dass das nicht ganz stimmt, denn der Anführer der Enklave, Andreas Reichen lebt noch immer und sinn auf Rache.

Allerdings gerät er selbst immer mehr in die Gefahr, selbst zu einem Rogue zu werden, weil er seine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle hat und auch seine Gabe des mentalen Feuers immer weniger zu kontrollieren ist.

Es gelingt ihm einige Vampire, die zu Wilhelm Roth gehören, zu töten und sogar dessen Stammesgefährtin zu stellen. Doch er kann Claire nicht töten, da er ausgerechnet diese Frau kennt, da sie bereits vor dreißig Jahren Geliebte waren.

Zwar ist Claire mit ihrer neuen Beziehung nicht besonders glücklich, aber sie kann auch nicht glauben, dass ihr Gemahl ein gewissenloses Monster ist, dass nicht nur Krieger, sondern auch unschuldige Frauen und Kinder auf dem Gewissen hat.

Deshalb sucht sie gemeinsam mit Andreas nach Beweisen für Roths Schuld. Und während sie erkennen muss, dass ihr ehemaliger Gefährte mehr als recht hat, spürt sie auch dass ihre Gefühle zu ihm wieder erwachen. Und so nimmt nicht nur eine heiße Affäre, sondern auch das Schicksal seinen Lauf, als Claire ihren Mann zur Rede stellt und sich damit in tödliche Gefahr bringt.

 

Wie auch schon im letzten Band „Gefährtin der Schatten“ verwebt Lara Adrian auch in „Gesandte des Zwielichts“ die Liebesgeschichte mit einem spannenden Action-Plot, der die Hintergrundgeschichte weiter ausarbeitet. So bekommt man nicht nur leidenschaftliche Szenen und heftige Dialoge zu lesen, auch sonst passiert eine ganze Menge. So halten sich auch diesmal die Liebesszenen in Grenzen und die beiden Helden agieren eher als Partner miteinander denn als Liebende. Neu ist auch, dass sie erstmals ein Pärchen sind, die einander schon sehr gut kennen und nun lernen müssen, wieder zusammen zu wachsen.

Interessanterweise wird nun ein offener Handlungsbogen abgeschlossen und dafür ein weiterer eröffnet, denn Andreas Reichen erweitert den Kreis der Krieger um eine interessante neue Facette. Natürlich gibt es ein Happy-End, aber bis es so weit ist, kann man bei der spannenden Handlung förmlich mitfiebern.

 

Es scheint, als habe Lara Adrian mit „Gesandte des Zwielichts“ nun ihre Linie gefunden, auch wenn sie in den Schilderungen von Gewalt und Folter recht drastisch ist und die ein oder andere zartbesaitete Leserin abschrecken könnte. Aber sie weiß diejenigen, die mehr als nur Romantik haben wollen immer besser zu unterhalten.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Gesandte des Zwielichts

Reihe: Mitternachtsbrut, Bd. 6

Autor: Lara Adrian

broschiert, 379 Seiten

LYX/Egmont Verlagsgesellschaften, Köln, erschienen November 2009

Übersetzung aus dem Englischen von Katrin Kremmler und Barbara Häusler

Titelbildgestaltung von Hildendesign unter Verwendung von Motiven von shutterstock

ISBN-10: 3802581865

ISBN-13: 978-3802581861

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.01.2010, zuletzt aktualisiert: 03.04.2021 13:26