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Ghosted 4: Ein gespenstischer Trip

Rezension von Christel Scheja

 

Jackson T. Winters hat sich damit abgefunden, dass er der Geisterwelt nahe steht und daher die Seelen der Toten nicht nur sehen, sondern auch benutzen kann. Allerdings ahnt er auch, dass der Preis für die Fähigkeiten noch nicht ganz entrichtet wurde. So lange, wie alles in der Schwebe hängt, arbeitet er weiterhin mit dem FBI zusammen – und diesmal kommen sie ihn sogar entgegen.

 

In einem abgelegenen Dorf in den Alpen geschehen schreckliche Dinge, obwohl eigentlich eine Hochzeit die Bewohner vereinen sollte. Ausgerechnet Markus Schrecken, einst Auftraggeber, nun Nemesis von Winters hat das Fest genutzt, um ein Blutbad zu entfesseln, ein Ritual anzustoßen, dass ihn den Weg in die Ebene des Todes öffnen soll. Dort will er den Sensenmann selbst heraus fordern und diesem seine Macht entreißen, um unsterblich zu werden.

Jackson will dies um jeden Preis verhindern, weiß er doch um den Wahnsinn, der in Schrecken tobt und verbietet, dass dieser sich jemals so viel Macht aneignet. Zusammen mit seinen wenigen Freunden und Verbündeten wagt er sich in das Herz Europas, um den Erzfeind aufzuhalten, selbst wenn er dafür den ultimativen Preis zahlen muss.

 

„Ein gespenstischer Trip“ ist der vierte und letzte Band der „Ghosted“-Reihe. Hier werden die letzten offenen Fäden zusammen geführt und das Schicksal des Helden, der sich bisher eigentlich für lebendig hielt, erfüllt sich. Denn nicht nur auf Markus Schrecken warten in der Welt des Todes düstere Überraschungen auch Jackson T. Winters muss sich Wahrheiten stellen, die er bisher verdrängt hatte.

Der Leser erlebt einen geläuterten Antihelden, denn er ist nicht mehr länger nur Gauner und Verbrecher, sondern zeigt auch Verantwortung und Mitgefühl für seine Freunde und Partner, ja sogar die ganze Welt. Und letztendlich bleibt er doch seiner Einstellung und seinem Humor treu, gerade als es darum geht, Markus Schrecken entgegen zu treten, der ebenfalls an Macht dazu gewonnen hat.

Der Abschluss ist in sich rund und verknüpft tatsächlich die letzten offenen Fäden und Erkenntnisse aus den ersten Bänden miteinander. Der Held darf noch einmal mit Witz und Verstand, aber auch mit Heldenmut punkten.

Natürlich darf man keine großen Überraschungen erwarten, aber die Handlung ist ordentlich gestaltet und lässt keine Wünsche offen, auch nicht in punkto Action und dürfte alle Erwartungen der Leser erfüllen. Auch diesmal sind die Zeichnungen und Farben düster und nüchtern, passen aber gerade durch den Stil besonders zu der Stimmung der Geschichte.

 

Auch der vierte und letzte Band von „Ghosted“ bietet angenehme Unterhaltung, einen durchweg soliden, wenn auch nicht tiefgründigen Mystery-Thriller, der mit ordentlicher Action aufwartet und zugleich auch noch die Geschichte durch die Erlebnisse in „Ein gespenstischer Trip“, besonders dramatisch und böse abschließt, weil auch die letzten offenen Fäden miteinander verknüpft werden.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Ghosted 4: Ein gespenstischer Trip

Autor: Joshua Williamson

Original: Ghosted # 16-20, USA 2013/14

Panini Verlag, 06/2016

Übersetzerin: Claudia Fliege

Titelillustration: Dan Panosian

Zeichnungen: Goran Sudzuka, Juan Jose Ryp, Vladimir »Laci« Kristic

Farbe: Miroslav Mrva

Taschenbuch 128 Seiten

 

ISBN-10: 3957987210

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 27.06.2016, zuletzt aktualisiert: 07.04.2019 17:49