An der Schule für Gestaltwandler, die Sierras Eltern betreiben, gibt es immer wieder Ärger. Zu vielen Leuten sind sie auf die Füße getreten. Mittlerweile scheint sogar die weitere Existenz der Redcliff High auf dem Spiel zu stehen. Sierra und ihre Freunde setzen alles daran, die Schule zu retten. Doch deutet immer mehr darauf hin, dass die Schule auch von innen sabotiert wird.
Obwohl ich den 2. Band aus Katja Brandis’ Jugend-Urban-Fantasy-Reihe verpasst habe und mein Wissensstand deshalb nur auf Band 1 (Verborgene Flügel) beruht, fiel es mir leicht, den Anschluss zu finden.
Auch diesmal muss die Schule für Gestaltwandler wieder um ihr Überleben und das Wohlergehen aller Gestaltwandler kämpfen. Während es für die Protagonisten erst nach und nach deutlich wird, dass jemand von innen heraus Sabotageakte verübt, erfährt der Leser das bereits im aus Sicht des Verräters erzählten Prolog. Ansonsten wird wieder überwiegend aus Sierras Sicht erzählt. Natürlich werden auch in diesem Band Freundschaften und Antipathien unter den Jugendlichen thematisiert, doch rückt das angesichts der Bedrohung eher in den Hintergrund. Am Ende lassen wir die jungen Gestaltwandler in einer Situation zurück, die regelrecht nach der nächsten Fortsetzung schreit.
Die Autorin überlässt es überwiegend ihrer Protagonistin Sierra, aus der Ich-Perspektive zu berichten. Dies wird jedoch immer wieder von Szenen unterbrochen, in denen die Erlebnisse anderer aus auktorialer Sicht erzählt werden. Die von mir in meiner Rezension zu Band 1 kritisierte häufige Benutzung von Gender-Aufzählungen wie Schülerinnen und Schüler ist diesmal erheblich reduziert worden und fällt nur noch an wenigen Stellen auf. In dieser Hinsicht stört nur noch die ständige Benutzung des Begriffs Teilnehmende statt Teilnehmer. Auch diesmal wird der Text wieder durch Zeichnungen der unterschiedlichen Tiergestalten der Charaktere von Claudia Carls ergänzt.