Girl, Lover, Legend (Autorin: Bea Fitzgerald)
 
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Girl, Lover, Legend von Bea Fitzgerald

Die Liebe der Pandora

 

Rezension von Christel Scheja

 

Bea Fitzgerald scheint es sich auf die Fahne geschrieben zu haben, die Frauen anders darzustellen, die in den griechischen Sagen und Mythen nicht besonders gut weg gekommen sind. Nach Persephone und Kassandra ist nun eine weitere Frau an der Reihe, die man auch sehr gut kennt. Ihre Geschichte wird in Girl, Lover, Legend erzählt.

 

Die Götter erschaffen eine in ihren Augen perfekte Frau und beschenken sie mit allerlei Gaben. Doch überraschenderweise ist Pandora schon früher bewusst da und beginnt ihre eigenen Gedanken und Ideen zu haben, auch wenn sie durch die Geschenke der Götter geformt ist.

Sie wird Epimetheus geschenkt, dem Bruder von Prometheus, der verbittert in einem abgelegenen Haus auf der Erde lebt und sich mit mechanischen Wesen umgibt. Der will leider nichts mit ihr zu tun haben. Aber Pandora gibt nicht nach und kommt dem schroffen Kerl nach und nach näher. Dabei lernen die beiden aber auch sehr viel über sich selbst.

 

Und übrigens auch die Götter, denn wie in den beiden Romanen zuvor kommen diese nicht sonderlich gut weg, gerade die männlichen Vertreter ihrer Spezies erweisen sich regelrecht als ekelhafte Intriganten. Und natürlich hat die Erschaffung der Pandora einen Grund, allerdings rechnen sie nicht mit einer Sache.

Denn die junge Frau, entwickelt ihr eigenes Bewusstsein, ihren eigenen Willen und ist voll der Gefühle, die die Menschen eigentlich haben sollen, aber nicht wirklich zu besitzen scheinen, wie sie sie nach dem Besuch in einer Stadt herausfindet. Und auch ihr Gemahl ist zunächst alles andere als nett.

Auch wenn es natürlich eine Liebesgeschichte gibt, so steht diese nicht unbedingt im Vordergrund, sondern eher die Geheimnisse und Verletzungen, die beide mit sich herum tragen und das Gefühl, das etwas nicht stimmt. Tatsächlich arbeiten die beiden irgendwann daran, sich nicht mehr länger von den Göttern als Spielbälle benutzen zu lassen.

Und ja, auch »Die Büchse der Pandora« kommt letztendlich ins Spiel bekommt aber eine andere Bedeutung als man denkt. Denn die Heldin und auch der Mann an ihrer Seite finden einen interessanten Weg als der Misere.

 

Wie immer ist das ganze sehr unterhaltsam und leichtfüßig geschrieben und richtet sich bewusst an junge Leserinnen, denn die Gewalt, die Grausamkeiten und auch die intimen Szenen, sofern sie vorhanden sind, bleiben eher verhalten, die Autorin setzt eher auf die Gefühle und die Entwicklung der zentralen Figuren. Und das gelingt ihr ausgezeichnet, denn man fühlt und leidet mit den Helden und sieht die Götter schnell mit anderen Augen.

Fazit

Auch Girl, Lover, Legend gibt der altbekannten Sage einen neuen Anstrich und beweist, dass der Versuch der Götter, eine hübsche und gehorsame Spielfigur ihres Willens zu schaffen, auch deutlich nach hinten los gehen kann. Und eine Frau auch einem Mann dabei hilft sich aus seiner früheren Rolle zu emanzipieren.

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Buch:

Girl, Lover, Legend

Die Liebe der Pandora

Original: A Beautiful Evil, 2025

Autorin: Bea Fitzgerald

Übersetzung: Inka Marter und Anja Samstag

gebundene Ausgabe; 446 Seiten

cbj, 29. Oktober 2025

Cover: Pablo Hurtado de Mendoza

 

ISBN-10: 3570181006

ISBN-13: 978-3570181003

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0F2WVDYLS

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 23.10.2025, zuletzt aktualisiert: 20.11.2025 07:59, 25352