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Gizeh

Das große Spiel des Pyramiden-Bauens von Nikki Lim

Rezension von Ralf Steinberg

Verlagsinfo:

Der mächtige Pharaoh Cheops und seine beiden Söhne Chephren und Mykerinos haben den Bau von drei Pyramiden in der Stadt Gizeh befohlen. Als einer der berühmtesten ägyptischen Baumeister ist es dein Ehrgeiz, die schönsten drei Pyramiden zu errichten. Dabei willst du nur das beste Baumaterial verwenden und sie mit so vielen Schätzen wie möglich füllen. Doch leider sind da noch deine Rivalen, die genau dasselbe anstreben. Sie versuchen, dich nach Leibeskräften zu behindern, indem sie dir minderwertige Steine unterjubeln, deine Bauten beschädigen oder den berüchtigten Skarabäus-Käfer auf deiner Baustelle freisetzen, um die Arbeiter zu verschrecken. Und damit der Pharao deine Pyramiden auswählt, wirst du gezwungen sein, dasselbe zu tun.

 

Rezension:

Gizeh erweist sich als schnell zu lernendes und unterhaltsames Spiel. Mit Hilfe der Anleitung sind die wenigen Regeln rasch verinnerlicht.

Es wird rundenbasiert gespielt.

Zu Beginn zieht jeder Mitspieler verdeckt vier kleine quadratische Pappmarken aus dem Beutel, in dem sich auch die restlichen Marken noch befinden.

Diese Marken sind entweder Pyramidenstufen (von 5 bis 1), Schätze, Sphinx-Bauteile (Kopf, Rumpf und Füße), Sabotagemarken oder Skarabäen.

Die Bauteile für die Sphinx und die Pyramiden gibt es entweder in gutem oder schlechtem Zustand. Verwenden kann man beide, jedoch bringen die guten Pluspunkte, während der Ausschuss negative Punkte einbringt. Gebaut werden darf nur klein auf groß, eben wie bei einer Pyramide. Es können Stufen ausgelassen werden, bei der Sphinx allerdings nicht.

Das lustige aber ist, dass man nicht nur auf seine vier Baustellen bauen darf, sondern auch auf denen der Gegner. Somit wandern meist die negativen Bauteile auf auswärtige Spielfelder.

Auf jede Pyramidenstufe kann zudem ein Schatz gelegt werden, der entsprechend der Stufe ebenfalls für Pluspunkte sorgt.

Allerdings muss man nicht bauen. Man kann auch mit einer Sabotagemarke ein beliebiges Bauteil wieder entfernen, dabei werden sowohl die sabotierte Marke als auch die Sabotagemarke abgelegt. Egal von welcher Baustelle.

Zum Baustopp kommt es, wenn eine Baustelle mit einem Skarabäus belegt wird.

Am Ende einer Runde wird die Hand wieder auf vier Marken aufgefüllt. Wem seine Karten nicht gefallen, kann auch, anstelle eine Marke auszuspielen, beliebig viele Marken aus dem Spiel nehmen und eine entsprechende Zahl aus dem Beutel nehmen. Ebenfalls als eine Aktion zählt das Entfernen eines Skarabäus.

 

Auf jedem Spielbrett steht in einer sehr kleinen Liste, was es so schwierig macht, Pyramiden zu bauen: Die Ressourcen sind sehr begrenzt, so gibt es etwa nur einen Kopf der Sphinx.

Dadurch ist es sehr interessant, ob man sich für riskante Baumaßnahmen auf eigenen Baustellen entscheidet oder etwas dafür tut, dass die Konkurrenz ins Hintertreffen gerät.

Das Spiel ist zu Ende, wenn entweder alle Marken aus dem Beutel gezogen wurden, oder auf einem Spielbrett drei Pyramiden mit der Stufe 1 abgeschlossen wurden. Nun zählt man die Punkte zusammen, mit den entsprechenden Abzügen für Minuspunkte.

 

So einfach die Regeln auch sind, umso spannender gestaltet sich das Spiel. Da ist natürlich der Glücksfaktor, der durch das Ziehen der Marken ins Spiel kommt. Wenn man nicht in der Lage ist, eigene punkthohe Pyramiden zu bauen, kann man eventuell die Siegchancen dadurch verbessern, indem man die gegnerischen Pyramiden durch schlechtes Baumaterial zu Punktedesastern macht. Eine Pyramide aus -5, -3 und -1 ist schon recht niederschmetternd. Aber auch der Einsatz der Sabotagemarken will gut überlegt sein. Entfernt man nun die -5 auf dem eigenen Brett oder den +5 Baustein auf einem gegnerischen?

Es gibt stets mehrere Möglichkeiten das Baugeschehen am Laufen zu halten. Selbst ein frühes Beenden durch das rasche Setzen der Schlusssteine ist möglich.

Allen Spielern sollte aber vorher klar sein, dass es in Gizeh hauptsächlich darum geht, den anderen zu ärgern. Besonders bei Kindern ist da Fingerspitzengefühl gefragt und Papi muss nicht unbedingt die schöne Sphinx durch das Abschlagen des Kopfes verunstalten...

 

Auf jeden Fall aber sollten es mehr als nur zwei Spieler sein. Zu zweit fehlt einfach oft die ausgleichende Gerechtigkeit.

Das Spiel ist ansprechend gestaltet und einwandfrei verarbeitet. Alle Marken sind klar zu unterscheiden, lediglich die Anzahlliste auf dem Spielbrett ist zu klein geraten. Der Karton ist dem Inhalt angemessen und dadurch nicht groß oder schwer. Ideal zum Mitnehmen auf Parties, in den Urlaub oder in die Kneipe. Zum Spielen benötigt jeder Mitspieler kaum mehr Platz als das A5 Spielbrett.

 

Fazit:

Gizeh ist einfach und genial. Leicht zu erlernen, schnell zu spielen und voller Spaß. Ob als Partyknaller oder Familienunterhaltung, Gizeh kann stets überzeugen. Unbedingt empfehlenswert.

 

 

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Gizeh

Spielentwicklung: Nikki Lim

Grafik: Evelyn Brunner

Verlag: Pegasus Spiele, 2006

Brettspiel

Personen: 2-6

Alter: ab 8

Spieldauer: 10-30 Minuten

ASIN: 3937826815

Erhältlich bei: Amazon

 

Inhalt:

 

  • 6 Spielbretter
  • 83 Marken
  • 1 Beutel für die Marken
  • 1 Spielanleitung

 

 

 


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Erstellt: 14.12.2006, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50