Die junge Laubwichtelin Glim hat ihre Ausbildung zur Zauberstabmacherin beendet. Jetzt will sie auf Wanderschaft gehen. Ihr ehemaliger Meister gibt ihr einen bestellten Zauberstab zur Auslieferung mit. Unterwegs gerät Glim allerdings gleich in Schwierigkeiten und trifft kurz darauf auf die junge Elfe Annivé, die Schriftstellerin werden will. Sie beschließt, sich Glim anzuschließen, um deren Abenteuer niederzuschreiben.
Marcus Raffel wendet sich mit seinem Fantasy-Abenteuer potenziell eher an jüngere Leser. Dem ist es wohl auch geschuldet, dass die Protagonistin, obwohl sie ihre Lehre bereits abgeschlossen hat, recht jung wirkt. Ein konkretes Alter wird nicht genannt, zumal das natürlich auch wenig aussagekräftig wäre, da (zumindest mir) über das Altern von Laubwichteln wenig bekannt ist.
Wie es typisch für solche Stoffe ist, geraten Glim und ihre Begleiterin natürlich in eine ganze Reihe von Abenteuern, bei denen sie letztendlich ihre Welt retten müssen. Das läuft allerdings – wahrscheinlich auch in Hinblick auf die Hauptzielgruppe des Buchs – erstaunlich gewaltarm ab. Kämpfe im eigentlichen Sinn fehlen weitgehend. Dafür schafft es der Autor, einige außergewöhnliche Ideen ins Genre einzubringen. Das Ergebnis liest sich auch für erwachsene Leser durchaus unterhaltsam. Das Ende wirkt nicht so, als sei eine Fortsetzung angedacht, was mittlerweile in diesem Genre schon beinahe überraschend wirkt.
Der Autor fokussiert sich durchgängig auf seine Protagonistin und ihren Wissensstand.