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Gods of Egypt

Set, der Gott der Wüste, hat sich an die Spitze des ägyptischen Königreichs gesetzt und verbreitet im einst blühenden Land Angst und Schrecken. Der sterbliche Meisterdieb Bek verbündet sich mit dem mächtigen Gott Horus, um Ägypten zu befreien.

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Eure Meinung:

Armin, 26.05.2016, 09:06:
Vorab gab es einen Sturm der Entrüstung: Dass die ägyptischen Götter im neuen Film von Regisseur Alex Proyas („I, Robot“) überwiegend von weißen Schauspielern dargestellt werden, die nun so gar nicht ägyptisch aussehen, fanden viele unpassend, manche sogar rassistisch. Diese Diskussion kann man – ähnlich wie bei Ridley Scotts „Exodus“ – sicher führen, aber eigentlich hat „Gods of Egypt“ ein viel größeres Problem, nämlich nicht die fehlende politische Korrektheit, sondern die absolut mangelhafte Qualität. Weder Optik noch Handlung des Fantasy-Streifens können auch nur ansatzweise überzeugen.

In einem alten Ägypten, das stellenweise eher futuristisch anmutet, leben Götter und Menschen friedlich miteinander, während Obergott Ra (Geoffrey Rush) in einem gigantischen Raumschiff über die Welt wacht. Doch als Herrscher und Gott Osiris (Bryan Brown) seinen Sohn Horus (Nikolaj Coster-Waldau) zu seinem Nachfolger machen will, reißt Osiris’ Bruder Set (Gerard Butler) die Macht an sich. Damit beginnt nicht nur für die Menschen eine deutlich freudlosere Zeit, auch die anderen Götter müssen sich in Acht nehmen, will Set doch auch über ihre Reiche herrschen: So reißt er beispielsweise Horus die Augen heraus. Die stiehlt dann aber der menschliche Dieb Bek (Brenton Thwaites), um sie dem Gott zurückzubringen, weil seine Frau Zaya (Courtney Eaton) glaubt, ausgerechnet Horus könnte dafür sorgen, dass alles wieder gut wird.

Auf den ersten Blick wird mit einer Unmenge von Spezialeffekten ganz schön dick aufgetragen: Das sieht am Computer möglicherweise recht schick aus, auf der großen Leinwand leider überhaupt nicht. Da fügen sich am Computer generierte Landschaften und menschliche Darsteller nur sehr widerwillig zusammen, der Film wirkt an vielen Stellen unfertig, an anderen einfach überladen. Ähnliche Flickschusterei gibt’s auch beim Drehbuch: Da wird in simpelster Jump-and-Run-Videospiel-Manier ein Fallenlabyrinth bewältigt, unmotiviert durch die Wüste und Sümpfe marschiert und natürlich stürzen die Tempel immer in letzter Sekunde genau so ein, dass sich die Helden noch gerade eben retten können. Das ist alles wenig spannend und ziemlich banal, vorhersehbar und insgesamt auch überflüssig.

(2 Sternchen)
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Gods of Egypt

Jahr: 2016

Fantasy

Regie: Alex Proyas

 

Erhältlich bei: Amazon

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Gods of Egypt


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Erstellt: 26.05.2016, zuletzt aktualisiert: 22.07.2017 15:49