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Göttin der Rosen von P. C. Cast

Reihe: Mythica Band 5

 

Rezension von Christel Scheja

 

Auch wenn es diesmal nicht so aussieht, weil P.C. Cast eine Variante des Märchens um „Die Schöne und das Biest“ erzählt, ist der fünfte Band der „Mythica“-Romanen doch fest mit der griechischen Götterwelt verbunden und bietet eine interessante Variante der oft verfilmten Fabel, garniert mit einer leidenschaftlichen Romanze.

 

Mikado, alias Mikki, ist eine junge Frau, die fest im Leben steht. Sie hat einen Beruf und viele Freunde. In der Freizeit geht sie ganz in ihrem Hobby auf, der Zucht und Pflege von alten wie auch neuen Rosenarten. Dabei verrät sie den anderen nicht, dass sie wie alle Frauen vor ihr in der Familie Emposai einen grünen Daumen hat, und genau weiß, was die Pflanzen brauchen und was nicht.

Nur mit den Männern will es nicht so ganz klappen. Die von Freunden und Bekannten arrangierten Dates sind zwar ganz nett, aber nicht das, was sie sich vorstellt. Und gerade das letzte endet mit einem Desaster, denn so etwas wie ein Monster bringt alles plötzlich und unerwartet durcheinander.

Das ist aber nicht alles. Durch eine alte Frau erfährt sie, dass ihr Name kein Zufall ist und in ihrem Blut wie auch in ihrer Ahnenreihe ein Versprechen liegt. Sie ist dazu bestimmt, die nächste Hohepriesterin der Göttin Hekate zu werden.

Ehe sie sich versieht, wird sie in das magische Reich der Rosen versetzt, das just von jener Bestie bewacht wird, die sie erst vor kurzem gesehen hat. Aber sie spürt, dass hinter der grässlichen Fassade eine freundliche und liebenswerte Seele steckt. So hat sie gleich zwei Dinge zu tun – das Reich der Rosen und Träume, das durch den Verrat der letzten Hohepriesterin stark gelitten hat, wieder auf Vordermann zu bringen und auch das Biest näher kennen zu lernen, das ihr Herz ungewollt in Schwingung bringt … immerhin hat sie sich mit „Liebe und Vertrauen“ an Hekate gebunden.

 

P.C. Cast weiß, gefällige Geschichten zu schreiben und die Handlung mit den gewünschten Elementen zum Happy End zu führen. Ihre Figuren sind sympathisch angelegt und selbst Bedrohungen und Gefahren werden so angelegt, dass man sich eines gewiss sein kann: Trotz aller Widerstände wird die Liebe siegen.

Das ganze garniert sie mit einem guten Schuss Hausfrauen-Esoterik und vordergründigem Feminismus. Natürlich ist ihre Heldin eine selbstbewusste junge Frau mit einem hohen Grad an Bildung, aber auch sie sinkt am Ende zufrieden und glücklich in die Arme ihres Biestes – wenn die Autorin auch diesmal ein Klischee durchbricht, das sie an anderer Stelle bereits verwendet hat.

Die Geschichte bleibt deshalb letztendlich wie die Figuren oberflächlich, ist auf den schnellen Konsum ausgerichtet, und bietet daher so gut wie keine Ecken und Kanten. Dabei spult sie das gewohnte Programm ab, selbst die an die Göttin gerichtete Rituale hat man irgendwie schon an anderer Stelle gelesen, zuletzt in ihren „House of Night“-Romanen.

Dazu kommt ein guter Schuss züchtiger Erotik, die die ganze Sache für die Zielgruppe letztendlich abrunden dürfte. Alles in allem sollte man daher nicht viel mehr als nette und entspannende Unterhaltung für die Reise erwarten, allerdings nur wenn man romantische Liebesgeschichten mag.

 

„Göttin der Rosen“ ist wie die anderen Romane der „Mythica“-Reihe ein gefällig geschriebener Liebesroman für alle romantisch veranlagten Leserinnen, die auch gegen einen guten Schuss Fantasy nichts einzuwenden haben. Allerdings macht sich langsam erste Ermüdung breit, da sich die Autorin doch in vielem wiederholt – bis hin zu dem auf Happy End gebürsteten Ende.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Göttin der Rosen

Reihe: Mythica Band 5

Original: Goddess of the Rose

Autorin: P. C. Cast

Taschenbuch, 479 Seiten

Fischer, Juni 2013

Übersetzerinnen: Anna Julia und Christine Strüh

 

ISBN-10: 3596193869

ISBN-13: 978-3596193868

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00AFOMG58

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.08.2014, zuletzt aktualisiert: 18.04.2019 11:14