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Grablicht, Band 2: Schlaflied der Sonne

Rezension von Christel Scheja

 

„Grablicht“ war einer der ersten Manga-Bände in der von Knaur in Zusammenarbeit mit www.comicstars.de heraus gegebenen Reihe, in der die Geschichten deutscher Comic-Künstler und Künstlerinnen präsentiert werden sollen. Nun setzt Daniela Winkler die Geschichte um Emily und Daniel fort.

 

Es ist noch in all zu lange her, da wurde Emily von David aus Gründen, die er ihr bis heute nicht genannt hat, in einen Vampir verwandelt. Sie hat ihm das erst nicht glauben wollen, ist dann aber eines besseren belehrt worden, weil ein junger Mann mit einem Pflock auf sie beide losgegangen ist – ein Vampirjäger.

David konnte ihn vertreiben – nun droht aber eine neue Gefahr für die beiden. Der Morgen graut und die Sonne geht bald auf. Nun zeigt sich, dass der Vampir auch die Verantwortung übernimmt, denn er lässt Emily nicht im Stich. So lernt diese nach und nach mehr über das Vampirdasein und findet in Mona, die zwar auch eine Blutsaugerin ist, aber einige besondere Fähigkeiten besitzt, eine gute Freundin.

Langsam beginnt sie sich an den neuen Zustand zu gewöhnen und diesem sogar gute Seiten abzugewinnen. Doch das findet jäh ein Ende, als sie erfährt, dass David sie eigentlich gar nicht hätte wandeln dürfen und ihnen beiden nun der Tod droht, weil sie gegen eines der elementarsten Gesetze der Vampire verstoßen haben.

Hilfreich zur Seite stehen kann jetzt nur noch Davids Schöpferin – aber ob diese dazu bereit ist, steht auf einem anderen Blatt, denn sie hat mit ihrem „Kind“ ganz eigene Pläne, in denen Emily nur stört.

 

Nachdem der erste Band mit vielen Geheimnissen gespickt war und von einem Duell dominiert wurde, sieht es im zweiten etwas anders aus. Die Künstlerin spinnt die Geschichte weiter und zeigt, was Emily alles lernen muss, um sich als Vampir zurecht zu finden – am Tage unterwegs zu sein geht nun nicht mehr wegen dem Licht und auch an Nahrung kann sie nur noch wenig zu sich nehmen.

Interessant wird es erst, als die Drohung deutlich ausgesprochen wird und Davids Schöpferin mitzumischen beginnt. Die alte Vampirin scheint es zu lieben, andere wie Schachfiguren über das Spielbrett zu schieben und gegeneinander auszuspielen. Sie bringt ein bisschen Würze in die sonst eher seichte und harmlose Geschichte, die sich diesmal sehr auf die Naivität der Heldin stützt. Auf jeden Fall bringt der veränderte Schwerpunkt Abwechslung und zeigt neue Facetten des Hintergrundes, die durchaus Lust auf mehr machen. Neben der Spannung sind auch Humor und Romantik gut dosiert.

 

Vor allem junge Leserinnen, die Vampire und Goths mögen, werden „Schlaflied der Sonne“, den zweiten Band von „Grablicht“ zu schätzen wissen, denn die Figuren sind sympathisch, die Geschichte wird mit einem Augenzwinkern erzählt und die Handlung ist wie der Hintergrund überschaubar und simpel gestrickt.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Grablicht, Band 2: Schlaflied der Sonne

Autorin & Künstlerin: Daniela Winkler

Großformatiges Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Knaur/New Ground Publishing/Comicstars, 02/2011

ISBN-10: 3426530066

ISBN-13: 978-3426530061

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 08.03.2011, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39