Ein Besuch bei ihrer Großmutter auf der Insel Harris soll Finola eigentlich etwas Ruhe bringen, denn jetzt, im Winter, ist es hier eher ruhig. Als nach dem Besuch einer Touristengruppe jedoch ein Erbstück verschwunden ist, holt der Job als Detektivin sie ein. Kollegin Anne soll unterdessen für eine alte Frau deren in alle Welt zerstreuten Erben ausfindig machen.
Gitta Edelmanns Cosy-Crime Reihe um die Detektei von Finola MacTavish und Anne Scott ist mal wieder so ein Fall, bei dem ich eher zufällig mitten in eine schon etablierte Reihe hineinstolperte. Trotzdem gelang es schnell, mich bei den Protagonisten zurechtzufinden, wozu auch die mitgelieferte Reihen-Info beitrug. Darin heißt es: »Die junge Schottin Finola MacTavish zieht von der malerischen Isle of Skye nach Edinburgh, um dort in der Kanzlei von Anne Scott als Detektivin zu arbeiten. Gemeinsam mit dem Computergenie Lachie lösen die beiden Lady Detectives die verblüffendsten Fälle. Finola merkt dabei schnell, dass sie ein Händchen fürs Ermitteln und Beschatten hat – am liebsten in Verkleidung. Noch dazu hat sie immer die Kräutermedizin ihrer Granny zur Hand, die überraschend effektiv wirkt – auch bei Anne, die jedoch ein dunkles Geheimnis zu haben scheint …«
Mit diesem Hintergrund findet man schnell ins Geschehen hinein. Ob es für diese Reihe typisch ist, dass 2 praktisch unabhängige Fälle verfolgt werden, kann ich natürlich nicht beurteilen. Beim Hören des Hörbuchs hatte ich allerdings manchmal etwas Schwierigkeiten, den Wechsel zwischen den beiden Protagonistinnen und Handlungssträngen mitzubekommen, und stellte erst mit ein paar Sätzen Verspätung fest, wo ich gerade war. Beide Teilhandlungen funktionieren aber und finden einen runden Abschluss. Es könnte sich also lohnen, auch andere Bände dieser Reihe mal in Augen- (beziehungsweise Ohren-)schein zu nehmen.
Die Autorin legt den Fokus wechselweise auf die beiden Protagonistinnen und in wenigen Fällen auch auf deren männlichen Mitstreiter Lachie. Der Sprecherin der Hörbuch-Fassung gelingt es aber leider nicht, diesen Fokuswechsel sprachlich erkennbar darzustellen.