Grim – Das Erbe des Lichts (Autorin: Gesa Schwartz)
 
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Grim – Das Erbe des Lichts von Gesa Schwartz

Rezension von Christel Scheja

 

Im vergangenen Jahr debütierte Gesa Schwarz mit dem ersten Roman um den Gargoyle Grim und seine menschliche Freundin Mia und schuf damit eine neue interessante Urban Fantasy Saga aus deutscher Feder. Damals lernten die Leser den grimmigen Wächter der OGP erstmals kennen.

Grim ist einer derjenigen, die darauf achten, dass die Menschen nichts von den übernatürlichen Wesen erfahren. Daher werden Übertritte in die eine oder andere Richtung streng geahndet. Damals lernte er auch das Mädchen Mia kennen, das auf der Suche nach ihren Bruder Jakob war. Sie besaß die natürliche Gabe auch das Übersinnliche wahrzunehmen und wurde so zu einer großen Hilfe.

 

Ein Jahr ist seit den damaligen Ereignissen vergangen, die so viel verändert haben. Grom gehört nicht mehr länger zu denen, die um jeden Preis verhindern wollen, dass die Menschen weiterhin unwissend bleiben. So unterstützt er Mia bei ihrem Vorhaben, für den Louvre eine Ausstellung anderweltlicher Artefakte vorzubereiten und so die Sterblichen langsam an die Zauberwesen heran zu führen.

Andererseits machen ihm aber auch die Morde Sorgen, die in der letzten Zeit gehäuft in der Oberwelt von Paris auftreten. Er und seine Leute haben Mühe, die Leichen rechtzeitig verschwinden zu lassen und das gelingt auch nicht immer.

Das könnte fatal für die Beziehung zwischen Menschen und Zauberwesen sein, denn die Leichen sind komplett ausgesaugt und man hat ihnen zusätzlich die Augen genommen. Für diese Tat kann im Grunde nur ein Anderweltler verantwortlich sein.

Doch wer, das ist hier die große Frage.

Zusammen mit Mia geht Grim den wenigen Spuren nach und entdeckt schon bald, das die Gefahr viel größer ist als gedacht. Denn hinter den Taten steckt der Vorbote einer uralten Macht, die vor langer Zeit aus der Menschen- und Anderswelt verbannt wurden.

Ganz offensichtlich hat jemand einem Schattenalben ein Tor in das Diesseits geöffnet. Und der arbeitet nun daran, seinem Volk und seiner Herrscherin – der Schneekönigin – den Weg zu ebenen. Wenn dies geschieht sind beide Welten in tödlicher Gefahr.

Mia und Grim bleibt nur noch wenig Zeit, um zu handeln. Sie wissen zudem, dass sie jede Hilfe brauchen können – egal ob von Feen, Dämonen oder Menschen, denn alleine sind sie chancenlos gegen das lauernde Böse.

 

Auch „Das Erbe des Lichts“ der zweite in sich geschlossene Band um „Grim“ sprüht wieder über vor Ideen und märchenhaftem Zauber, wie man ihn in der Urban Fantasy heute nur selten vorfindet.

Während sich andere Autoren mehr auf die Romanzen konzentrieren, spielt bei Gesa Schwarz diesmal das Abenteuer die größere Rolle. Zwar hegen auch das Menschenmädchen und der Gargoyle Gefühle füreinander, aber sie ordnen sie ihrer Aufgabe unter. Und dieses hat es in sich, weil es diesmal auch Opfer fordert.

Geschickt verwebt die Autorin den bestehenden Hintergrund mit neuen Mythen und bindet weitere Motive mit ein, die erfahrene Leser aus den klassischen Andersen-Märchen wie „Die Schneekönigin“ kennt. Dabei erschafft sie aber etwas völlig neues.

Der Handlungsverlauf ist zwar klassisch, aber dennoch nicht vorhersehbar, da die eine oder andere unerwartete Wendung die Karten neu mischt und die Protagonisten vor noch schwierigere Herausforderungen stellt. Allerdings muss man diesmal ein wenig mehr Geduld mitbringen, da die Geschichte auf den ersten hundert Seiten nicht so ganz in die Gänge kommen will und ein wenig zu sehr dahin plätschert. Aber als die eigentliche Queste beginnt kommt immer mehr Spannung auf, die in einem angemessenen Ende ihren Höhepunkt findet. Dort werden die meisten Fragen geklärt, die Autorin lässt sich aber auch Hintertürchen offen.

Das ganze wird sehr lebendig und flüssig erzählt. Die Helden gewinnen an Profil und entwickeln sich weiter, die Mischung aus Abenteuer und Beschreibung ist genau richtig dosiert.

 

Damit ist auch „Grim – Das Erbe des Lichts“ ein gelungener All Age und Urban Fantasy Roman, der dem Genre tatsächlich gerecht wird und das ganze nicht nur als Setting für eine normale Liebesgeschichte benutzt. Auch Genre-Fans werden deshalb uneingeschränkten Spaß an der facettenreichen und farbenprächtig erzählten Geschichte haben.

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230603133529213be17b
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Buch:

Grim – Das Erbe des Lichts

Autorin: Gesa Schwartz

gebunden, 716 Seiten

Egmont Lyx, April 2011

Titelbild von Max Meinzold

 

ISBN-10: 3802583043

ISBN-13: 978-3802583049

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B005IXQJTK

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 10.09.2011, zuletzt aktualisiert: 07.08.2022 14:43