Der Spiegel der Nacht, an dem Zagreus noch seine Werte steigern durfte, wurde in »Hades 2« durch die Arkana ersetzt. Das sind magische Karten, die man mit einer begrenzten Anzahl an Punkten aktivieren und flexibel zusammenstellen darf. Auch sie geben Melinoe dauerhafte Boni, machen das Roguelike effektiv zum Roguelite. Eigentlich ein schönes System, das aber aus meiner Sicht kaum Tiefgang bietet – hat man nämlich erst mal eine gute Kombination gefunden, bleibt man einfach dabei.
Das gilt auch für die Andenken: So heißen die magischen Anhänger, die man nach und nach freischaltet und in drei Stufen verbessert. Sie liefern Melinoe großartige Effekte, doch pro Run kann man immer nur sehr wenige davon nutzen.
Auch in Melinoës Zuhause, der stimmungsvollen Kreuzung in der Unterwelt gibt es einiges zu tun und zu erledigen. Tonnenweise optionale Dialoge, ein Händler, ein Pflanzenbeet, massenhaft freischaltbare Dekorationen, Waffenauswahl, Upgrades, nächtliche Badeausflüge, Gesangseinlagen, Tavernenbesuche und, und, und!
Das Wichtigste ist aber der Braukessel, an dem ich dauerhafte Verbesserungen freischalte, die das Spiel nach und nach mit neuen Upgrades, Räumen und Features füllen. Das macht Spaß bis zum Schluss, weil man dadurch ständig Ziele hat, auf die man hinarbeiten kann.