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Harley Quinn (Rebirth) 3: Liebesgrüße vom Joker

Rezension von Christel Scheja

 

Anarchistisch und frech hat sich die ehemalige Clownsprinzessin und Gespielin des Jokers in das Herz der Leser geschlichen. Harley Quinn ist schon seit geraumer Zeit eine Superheldin aus eigenem Recht und frönt in ihrer eigenen Reihe „Harley Quinn“ mehr dem Spaß als der Action. Denn hier kann sie zusammen mit ihren Freunden ihren ganz eigenen Humor ausleben, wie sie auch in „Liebesgrüße vom Joker“ zeigt.


Manchmal ist Harley auch sehr romantisch veranlagt und träumt sich gerne schon einmal in das zauberhafte Land Oz, auch wenn sie irgendwie immer in ihren Phantasien gestört wird, weil man sie einfach nicht in Ruhe lassen kann.

Zum Frustabbau begibt sie sich zur Monsterjagd in den Untergrund von Coney Island … doch dann erlebt sie die Überraschung ihres Lebens, denn ihr „Pupsie“ kehrt zurück. Der Joker steht leibhaftig vor ihr … und er ist erschreckend nett.

Red Tool ihr neuer Freund, der seine Felle davonschwimmen sieht, ist aufgebracht und fühlt dem Rivalen schnell auf den Zahn. Aber auch Harley ist nicht auf den Kopf gefallen, denn der „neue“ Joker ist zu schön um wahr zu sein. Zeit, um die Wahrheit heraus zu finden und das auf ihre Art.


Ein sanftmütiger ja geradezu netter Joker, der sie auf Händen tragen möchte? Da kann doch etwas nicht stimmen! Zu recht wittert Harley eine Lüge, aber ihr Gegenspieler ist eine harte Nuss, nicht leicht zu knacken!

Wie immer sind die Methoden, die die Clownsprinzessin anwendet brachial, aber sie passen zum makaberen und bösen Ton der Serie, den sie nie verloren hat. Zum Ende hin wird einem auch noch einmal deutlich vor Augen geführt, warum Harley ein Teil der Suicide Squad ist und keines anderen Heldenteams.

Die Geschichte kann sich daher ganz gut sehen lassen, denn sie strotzt vor bösem Klamauk und Wendungen, die man nicht hat kommen sehen. Wie immer darf Harley die beiden Seiten ihres Wesens zeigen, sie kann lieb, aber auch unerbittlich sein … und hat ihren ganz eigenen Sinn für Gerechtigkeit.

Künstlerisch geht die Serie neue Wege bietet ein paar nette Traumsequenzen, die auch noch von einem Altmeister der Comics gezeichnet worden sind.

Wie immer erlaubt sich die Serie sich nicht ganz ernst zu nehmen und Klischees frech auf die Schippe zu nehmen, was wohl auch ihren besonderen Reiz ausmacht. Gerade weil nur wenig auf die vorhergehenden Geschehnisse eingegangen wird, eignet sich der Band auch gut zum Einstieg.


„Liebesgrüße vom Joker“ ist eine weitere nette Episode aus dem „Harley Quinn“-Kosmos, die auf interessante Weise, actionreich und voll von bösem Humor die komplex-makabere Beziehung der Clownsprinzessin zu ihrem „Schöpfer“ und Ex-Geliebten aufbereitet.


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Eure Meinung:

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Comic:

Harley Quinn (Rebirth) 3: Liebesgrüße vom Joker

Reihe: Harley Quinn # 9,11-13, USA 2016

AutorInnen: Amanda Connorund Jim Palmiotti

Panini Verlag, Stuttgart, 07/2017

Übersetzer: Jörg Fassbender

Zeichnungen: Brandon Peterson, John Timms Michael Kaluta, Chad Hardin

Farbe: Alex Sinclai und Hi-Fi

 

ISBN-10: 3741604976

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 23.07.2017, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:40