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Haus der Pein von Mark Chadbourn

Die Rückkehr der Tempelritter Bd.2

Rezension von Christel Scheja

 

„Haus der Pein“ ist der zweite Band des Endzeit-.Fantasy-Zyklus um „Die Rückkehr der Tempelritter“ von Mark Chadbourn, der bereits durch seine „Weltendämmerung“-Romane in Deutschland bekannt wurde.

 

Von einem Tag auf den anderen bricht das Energie- und Kommunikationsnetz zusammen, alles was damit zusammen hängt wird unbenutzbar,. Seltsame Wesen und Schatten tauchen auf und verbreiten zusätzliches Grauen. Und als wäre das nicht genug befällt auch noch eine unerklärliche Pest die Überlebenden. Ist das Ende der Menschheit gekommen?

 

Die junge Caitlin möchte fast daran glauben, denn sie verliert Mann und Sohn an die Pest. Ehe sie ihnen folgen kann, erinnern sie nahe Freunde und Nachbarn jedoch daran, dass sie noch eine Aufgabe hat. Als Ärztin muss sie ein Heilmittel finden, auch wenn es nicht von dieser Welt sein sollte.

Mary, eine ehemalige Alkoholikerin und Hexe erkennt, dass die Krankheit keinen natürlichen Ursprung hat. Dunkle Magie übelster Sorte ist mit im Spiel. Und so schickt sie Caitlin mit ein paar Begleitern in die Anderswelt.

Doch dort müssen sie sich nicht nur grausamen Kreaturen und schattenhaften Gefahren sondern auch heimtückischen Göttern stellen, bei denen man nicht weiß, ob sie ihnen wohlgesonnen sind, oder sie in die Irre leiten wollen.

Caitlin zweifelt an ihrem Verstand. Doch sie erreicht ihr Ziel, während es unter den Gefährten schwere Verluste gibt. Im „Haus der Pein“ entscheidet sich schließlich ihr Schicksal. Sie wird an ein Erbe erinnert, dass in ihr schlummert und noch eine Bedeutung haben wird...

 

Durch die Wahl eines anderen Schauplatzes und anderer Helden besitzt „Haus der Pein“ nur durch den gemeinsamen Hintergrund eine Verbindung zu „Klingen der Macht“. Nicht mehr länger geht es um Intrigen und Ränge zwischen den überlebenden Menschen, eine übergeordnete Aufgabe wird sichtbar: Caitlin ist wie Mallory ein Ritter, der alte Macht in sich birgt, die sie eines Tages entfesseln muss.

Stärker als im ersten Band spielt die magisch-mythische Welt eine Rolle. Chadbourn bedient sich mit vollen Händen aus der irisch-britisch-keltischen Sagenkiste und bindet vor allem die bekanntesten Sagenelemente wie „Die Wilde Jagd“ und keltische Kriegsgöttinen in seine Geschichte mit ein. Auch das hat man schon tausendmal in vergleichbaren Werken gelesen, aber durch die klare Linie ist „Haus der Pein“ sauberer strukturiert und konsequenter als „Klingen der Macht“. Es fällt leichter mit den Figuren warm zu werden und um sie zu bangen, ihre Beweggründe zu verstehen und ihre Entscheidungen.

 

Damit ist der Roman um einiges überzeugender als sein Vorgänger und macht doch noch Hoffnung darauf, dass der Zyklus sich noch zu einem interessanten Stück Fantasy-Literatur entwickeln könnte.

 

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Haus der Pein

Reihe: Die Rückkehr der Tempelritter Bd.2

Autor: Mark Chadbourn

Broschiert - 501 Seiten

Blanvalet, München

Erscheinungsdatum: September 2006

ISBN 3-442-24353-X

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 30.09.2006, zuletzt aktualisiert: 08.09.2019 14:34