Hazelthorn (Autorx: CG Drews)
 
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Hazelthorn von CG Drews

Rezension von Christel Scheja

 

Eines kann man CG Drews bescheiningen: Es sind immer die Außenseiter, die im Mittelpunkt stehen und in eine Umgebung geraten, die gleichermaßen mystisch, wie auch gefährlich ist. Das beweist auch das neuste Werk Hazelthorn, dass sich wieder einmal an ältere Jugendliche und Erwachsene richtet.

 

Evander folgt drei Regeln in seinem Leben, die besagen, dass er weder das Hazelthorn-Anwesen verlassen, noch in den Garten gehen soll. Und vor allem soll er es vermeiden, mit Laurie, dem anderen Jungen im Haus alleine zu sein, denn das könnte übel enden. Bisher hat sich der Junge daran gehalten, auch wenn er seinen Vormund hasst.

Dann aber wird sein Leben über den Haufen geworfen. Denn als der alte Mann überraschend stirbt, wird er zum Alleinerben ernannt. Zugleich vermutet Evander, dass ein Mord geschehen ist, doch der einzige, der ihm jetzt noch helfen kann, das ist ausgerechnet Laurie.

 

Wieder spielt ein verwunschener Ort eine wichtige Rolle in der Geschichte. Diesmal ist es aber keine Schule, sondern ein altes Anwesen, das mindestens hundert, wenn nicht sogar mehr Jahre alt ist, und in dessen Garten düstere Geheimnisse verborgen liegen.

Und hier ist Evander gefangen, ein Junge, der in einer eigenen Welt lebt und eine ganz besondere Wahrnehmung hat, da er Autist ist. Er muss sich mit einem Mal mit einem gierigen Anwalt und Verwandten herumschlagen, die ihm eigentlich nicht wirklich etwas gutes wollen, zugleich fühlt er sich von Laurie mehr denn je angezogen.

 

Die Geschichte wird sehr poetisch erzählt, man fühlt sich an eine moderne Variante des gotischen Schauerromans aus dem 19. Jahrhundert erinnert. Nur dass einige Kleinigkeiten modern wirken. Aber vieles ist so, wie man es aus der klassischen Phantastik kennt.

Der Horror bleibt auch nicht lange aus, denn immer wieder scheint der Garten sein Eigenleben zu besitzen, vermischen sich Wahrheit und persönliche Wahrnehmung miteinander, so dass man schon sehr genau aufpassen muss, um zu erkennen, was jetzt eigentlich die Oberhand hat.

Zudem ist auch Evander kein einfacher Charakter, ebensowenig wie Laurie. Die beiden sind auch die einzigen Figuren, die wirklich Profil erhalten, der Rest bleibt eher blass und verschwindet auch schnell aus der Handlung. Aber so bleibt auch noch Raum für die Sorgen und Nöte, die Jungen in diesem Alter auch oft erleben, die ebenfalls wichtig für die Entwicklung der Handlung sind.

Fazit

Alles in allem ist »Hazelthorn« durch Erzählweise und Gestaltung ein Fest für alle Fans des klassischen Horror-Romans, denn wie dort wird das Grauen eher ruhig und schleichend in Szene gesetzt, lebt der Horror vor allem durch die Phantasie und poetische Schilderung der Ereignisse.

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Buch:

Hazelthorn

Autorx: CG Drews

Original: Hazelthorn, 2025

Übersetzung Britta Keil

Illustrationen und Cover: Jana Heidersdorf

gebundene Ausgabe, 400 Seiten

Fischer Sauerländer, 29. April 2026

 

ISBN-10: 3737375720

ISBN-13: 978-3737375726

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: ‎ B0FW7HZB48

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 29.04.2026, zuletzt aktualisiert: 06.07.2026 16:45, 26236