Nach dem ersten Band Crown of Feathers wird die Trilogie um Die Töchter der Phönixreiter nun mit Heart of Flames fortgesetzt, in dem der bisher nur im Hintergrund schwelende Konflikt im Reich von Pyra offen ausbricht. Denn immerhin sind die Schatten der Vergangenheit präsenter denn je.
Veronyka ist es nicht nur gelungen, ein enges Band mit ihrer Phönix einzugehen, sondern auch eine Ausbildung als Reiterin zu erfahren, denn mittlerweile hat sie auch einige Dinge erfahren, die ihr ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt haben. Denn ihre Schwester Val ist nicht die, die sie vorgegeben hat zu sein.
Gemeinsam mit ihren Freunden hat sie unter Verlusten einen Angriff abwehren können, aber am Horizont drohen neue Konflikte, die vielleicht nur mit Diplomatie oder selbstlosem Einsatz der Reiter zu gewinnen sind. Doch erneut sorgt Verrat dafür, dass die Gefahr eher größer wird als zurück geht.
Wie immer steht die Weiterentwicklung der Heldin an erster Stelle, denn Veronyka erfährt nun mehr und mehr über die Vergangenheit und die Rolle, die vor allem ihre ihre Schwester in dem Krieg gespielt hat, der immer noch das Leben vieler Menschen überschattet hat. Während sie daraus zu lernen versucht, wendet sich die Geschichte auch immer wieder anderen zu, die schon im ersten Band eine wichtige Rolle gespielt haben und erweitert so nach und nach den Hintergrund.
Wieder sind die Schatten der Vergangenheit die Triebfeder für das Geschehen und einiges stellt natürlich auch die Weichen für den großen Konflikt im Hintergrund. Vieles mag dadurch zunächst wie Geplänkel wirken, ist es aber nicht, sondern wird wichtig, um das Gesamtbild abzurunden.
Und nicht zuletzt schenkt sie auch den Nebenfiguren wieder sehr viel Aufmerksamkeit, so dass auch diese sich weiter entwickeln. Angenehm dabei ist, dass keiner wirklich zum Alleskönner und Superhelden wird, sondern sich als Menschen mit Schwächen und Fehlern, Ängsten und Unsicherheit erweisen, auch die jungen Männer, die sich so ein wenig von den modernen Bad Boys abheben.
Zudem bekommen nun auch die Phönixe mehr Raum, sind nicht mehr nur die halbintelligenten Reittiere, sondern Gefährten und Hüter alten Wissens, das nun immer bedeutsamer wird.
Der Band endet mit einem Cliffhanger, die Konflikte, die gelöst werden müssen, wurden aber gut vorbereitet, so dass die Neugier auf den Abschluss der Trilogie bleibt.