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Heat Wave - Hitzewelle von Richard Castle

Reihe: Nikki Heat, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Richard Castle ist ausnahmsweise keine lebende Person und auch kein frei gewähltes Pseudonym, sondern der Held einer amerikanischen Fernsehserie. Als besonderes Gimmick erscheinen nun die Romane, die in den entsprechenden Staffeln von „Castle“ eine Rolle spielen tatsächlich auch als Roman, damit sich die Leser selbst von dem überzeugen können, was in einzelnen Episoden erwähnt wird.

 

Nikki Heat ist eine erfahrene und mittlerweile auch ziemlich abgebrühte Detektivin aus dem Morddezernat des New York Police Departement, kurz NYPD. Die Presse nervt sie eher, als dass sie sich ins Rampenlicht setzen möchte, deshalb ist sie zunächst gar nicht darüber begeistert, dass ihr der Polizeipräsident selbst den zweifachen Pulitzer-Preisträger Jameson Rook an die Seite setzt, um ihr beim Aufklären der Fälle zu helfen und vielleicht auch ein gutes Bild von der Polizei zu zeichnen.

Zunächst gibt es ständig Reibereien zwischen den Beiden, hat Rook doch weder Respekt vor Befehlen, noch hält er den Mund still. Oft genug bringt er sich selbst in Gefahr, wenn Nikki Heat es gar nicht brauchen kann.

So sieht sie ihn eher als Hindernis bei der Aufklärung des Todes eines Immobilienmagnaten an. Der Mann ist von einem hohen Balkon gestürzt. Was zunächst nach Selbstmord aussieht, erweist sich sehr schnell als Mord?

Doch wer kann ein Interesse daran haben, den Mann auszuschalten, der eigentlich einen guten Leumund hatte? Nikki gräbt tiefer und entdeckt die Wahrheit hinter dem schönen Schein. Schon bald stecken sie und Rook tief im Schlamassel, denn jemand will um jeden Preis verhindern, dass seine illegalen Geschäfte auffliegen und schreckt auch nicht davor zurück, einen Killer auf sie anzusetzen – und dass ausgerechnet in der heißesten Zeit des Jahres.

 

Man kann sich denken, dass der Fall in diesem Krimi wohl eher eine Nebenrolle spielt, da hier das Hauptaugenmerk der Leser eher auf der Beziehung zwischen den Helden liegt, oder den Anspielungen auf die Wirklichkeit, in der Richard Castle als Autor lebt. Und davon findet man als Autor reichlich. Nikki Heat ist natürlich eine Mischung aus Detective Kate Beckett und Jameson Rook unzweifelhaft ein Alter-Ego von Castle selbst, denn die beiden liefern sich ähnliche Wortduelle und streiten sich miteinander. Dabei ist die Enge der Beziehung durchaus dem Tenor der Staffel angepasst – wenn auch ein wenig anders, da hier ja auch die Wünsche und Träume des Autors mit einfließen.

Natürlich sind auch die Kollegen von Beckett und andere Personen aus dem Umfeld Castles gut zu erkennen. Allerdings sollte man nicht viel Tiefe von ihnen erwarten – hier verrät man im Grunde nicht mehr als in der Serie auch.

Der Fall ist letztendlich nicht sonderlich komplex, er ähnelt denen, die das Team in den einzelnen Episoden aufklären müssen. Das Buch liest sich aber flüssig und es gibt keine unangenehmen Längen.

 

Alles in allem ist „Heat Wave – Hitzewelle“ ein großer Spaß für alle Leser utnerhaltsamer Cop-Thriller, vor allem aber für die Fans der Fernsehserie „Castle“, die hier fast auf jeder Seite amüsante Anspielungen und Parallelen auf die Erlebnisse und Erfahrungen ihrer Helden wiederfinden können.

 

Eure Meinung:


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Buch:

Heat Wave – Hitzewelle

Reihe: Nikki Heat, Bd. 1

Autor: Richard Castle

Broschiert, 286 Seiten

Cross Cult, erschienen März 2012

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Anika Klüver

Titelbild von Shubhani Sakar

ISBN-10: 3864250072

ISBN-13: 978-3864250071

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 24.04.2012, zuletzt aktualisiert: 17.09.2020 17:33