Der junge Makler Colin Hargreaves bekommt den Auftrag, ein Haus zu verkaufen. Bei dem guten Anwesen sollte das eigentlich kein Problem sein – wenn nicht der gesamte Ort überzeugt wäre, dass es dort spukt. Kurz entschlossen kauft er das Haus für das Maklerbüro. Er will beweisen, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht und es dann gewinnbringend weiterverkaufen. Zusammen mit seiner Sekretärin übernachtet er in dem Haus.
Schon im Klappentext erfahren wir, dass Allen Upward und Per McGraup ihre Leser hier an die Anfänge der gemeinsamen Tätigkeit des Geisterjäger-Ehepaars Hargreaves zurückführen.
Da ich bisher allerdings nicht annähernd alle 195 Folgen der Hörspiel-Reihe Gruselkabinett kenne, war dieses Hörspiel mein Erstkontakt mit Alwyne und Colin Hargreaves. Etwas überraschend war es für mich, dass hier auch humoristische Elemente eingewebt werden. Letzteres zeigt sich vor allem darin, dass Alwyne und Colin immer wieder ihren gegenwärtigen und damaligen Beziehungsstatus kommentieren, während sie gemeinsam auf die damaligen Erlebnisse zurückblicken. Eine derartige Genre-Mixtur finde ich überraschend, doch trägt gerade sie erheblich zur Stimmung dieser Geschichte bei.
Der ›Grusel-Pegel‹ bleibt dabei relativ niedrig, zumal der Leser aufgrund der Erzählstruktur ja weiß, dass beide Protagonisten das Abenteuer damals gut überstanden haben. Die bisher erschienenen Abenteuer der Hargreaves’ werde ich mir bestimmt mal näher ansehen (beziehungsweise -hören). Dieser Stil trifft nämlich definitiv meinen Gefallen.
Die Umsetzung des Hörbuchs fällt gewohnt üppig aus, was sich beispielsweise in den 11 beteiligten Sprechern zeigt.