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Hellgate: London (Bd. 1)

Rezension von Linda Dannenberg

 

London, im Jahre 2020: John Fowler, Rugby-Star seiner Universität, lebt ein ganz gewöhnliches Leben mit seiner Schwester, seinem kleinen Bruder und seiner Mutter. Er ahnt nicht, dass dieses normale Leben bald ein Ende haben wird.

Zusammen mit seinen Freunden aus dem Rugby-Team plant John einen Streich. Auf dem Campus wurden Skelette gefunden und die Jungen planen, eines dieser Skelette auszugraben und in das Büro ihres Professors zu schaffen. Um den Hals des Skeletts hängt eine Kette mit einem seltsamen Anhänger, die John einsteckt, obwohl er ein mulmiges Gefühl dabei hat.

Im Büro des Professors angelangt, werden sie prompt von diesem erwischt. Während die anderen fliehen, bleibt John zurück und wird zum Direktor der Universität gebracht. Dieser möchte ein Exempel an John statuieren und ihn rauswerfen, aber da kommt Johns Onkel mit seinem Arbeitgeber Lord Altair zu Hilfe, einem reichen Sponsor der Universität. So kommt John noch einmal davon ...

 

In der Nacht jedoch wird John von einem monströsen Wesen heimgesucht.Er glaubt, er habe wieder einen Albtraum, doch bald merkt er, dass dies die Realität ist. Das nur teilweise menschlich aussehende Wesen will die Halskette.

Bald finden John und seine Schwester heraus, dass sie einer geheimnisvollen Familie entstammen und eine Invasion der Dämonen beginnt in London, der sie sich entgegenstellen müssen.

 

"Hellgate London" ist ein überaus erfolgreiches Computerspiel, wurde auch als Comic und nun als Manga adaptiert. Die actiongeladene Story funktioniert als Game wunderbar, aber weiß sie auch in gezeichneter Form zu fesseln?

Die Antwort ist eindeutig: Ja, wenngleich der Manga sicher nur eine bestimmte Zielgruppe restlos begeistern kann. Romantik, Comedy oder eine beschwingte Story findet man hier nicht, dafür viel Mystery, coole Action und eine Prise Dramatik.

 

Die Figuren sind nicht allzu tiefgründig ausgearbeitet, haben aber durchaus Profil, entwickeln sich und sind auch sympathisch. Der Plot verläuft relativ geradlinig, auch wenn es den ein oder anderen überraschenden Twist gibt, der Spannung in das Geschehen bringt. Kenner des Spiels werden viel Bekanntes, aber auch Neues zu lesen bekommen.

 

Der Manga fällt zwischen dem restlichen Tokyopop-Programm natürlich dadurch auf, dass er gar nicht die typische "Manga-Optik" hat, obwohl einige Merkmale eines Shonen-Mangas erkennbar sind, sondern eher ein amerikanisch anmutendes Artwork. Auch der Handlungsverlauf, die Action und der spärlich auftretende Humor lehnen sich nur grob an das übliche Manga-Schema an, was nicht unbedingt negativ ist, für eingefleischte Fans aber sicher erstmal seltsam.

 

Die Zeichnungen sind dynamisch und schnörkellos, nicht wirklich atmosphärisch, aber sie fangen den Charakter der Figuren gut ein. Die Panels sind übersichtlich aufgeteilt, sodass es auch für Comic-Neulinge kein Problem sein dürfte, sich zurechtzufinden.

 

Fazit:

"Hellgate London" ist eine nette Ergänzung zum Spiel, man kann den Manga auch für sich allein stehend genießen, wenn man keine Problem mit einer von Actionsequenzen dominierten Handlung hat, bei der noch viel im Argen liegt.

 

Eure Meinung:


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Comic:

© 2007 Flagship Studios, Inc.

Hellgate: London (Bd. 1)

Autor: Arvid Nelson, Lee Tea-Hang

Zeichner: J. M

Übersetzer: Aranka Schindler

Verlag: Tokyopop

Erschienen: Juni 2008

ISBN-Code (13):

978-3-86719-400-6

ISBN-Code (10):

3-86719-400-9

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weitere Infos:


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Erstellt: 26.09.2008, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40