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Hello Kitty – Big City Dreams von Empire

Rezension von Lars Perner

 

Rezension:

Hello Kitty ist ein weltweiter Verkaufsschlager und genießt weitgehend Kultstatus. Um diese fiktive Katze mit der markanten Schleife am linken Ohr wurde ein riesiges Merchandising aufgebaut. Und natürlich kommt sie auch in Spielen vor, wie dem vorliegenden.

In diesem Spiel begleitet man Kitty und hilft ihr dabei ihren Konsumtraum von der eigenen Penthousewohnung wahr zu machen. Kaum in der Stadt angekommen bezieht Kitty erst einmal ein kleines Zimmer in der untersten Etage eines Appartmenthauses. Um sich das Leben leisten zu können, muss Kitty nun ihren Freunden bei den verschiedensten Dingen helfen. Erledigt man eine Aufgabe erfolgreich, erhält man dafür Freundschaftspunkte. Damit Kitty ihre Konsumwünsche befriedigen kann, muss der Spieler diese Freundschaftspunkte sammeln. Trotz des verharmlosenden Namens stehen diese Punkte schlicht für Geld, mit dem eingekauft werden kann. Dabei stehen insbesondere neue Outfits zur Verfügung. Die Wohnung kann ausgestattet werden und es kann natürlich auf das große Ziel – die eigene Penthousewohnung gespart werden. Doch auch einige alltägliche Ausgaben müssen damit bestritten werden. Zug fahren ist zum Beispiel nicht kostenlos. Und für die Teilnahme an den Minispielen müssen ebenfalls meist erst einmal Freundschaftspunkte investiert werden, bevor man dann hoffentlich mit Gewinn das Spiel beendet. Mit der Plüschtiergreifmaschine kann man sogar ein Glücksspiel spielen, was besonders hohe Ausgaben erfordert, um alle zehn Plüschtiere zu bekommen.

Die Grafik ist natürlich sehr rosa und leider eher schlicht. Im oberen Bildschirm sieht man immer eine Übersichtkarte der Stadt. Im unteren Bildschirm bewegt man Kitty durch das jeweilige Stadtgebiet, welches in schräger Draufsicht dargestellt wird und einen eher zweidimensionalen Charakter besitzt. Man hat die Möglichkeit drei unterschiedliche Stadtbezirke zu besuchen. Meist ist man aber damit beschäftigt besonders lukrative Minispiele immer wieder zu spielen, um das erforderliche Geld zusammen zu bekommen. Hat man das Ziel (das eigene Penthouse) erreicht, kann man zwar immer noch die Minispiele weiterspielen, hat dann aber schon manchmal keine Lust mehr, da nun kein Ziel mehr erreicht werden kann. Von alleine sind die Minispiele weitestgehend anspruchslos um nur zum Spiel zu animieren. Die Autowäsche ist nicht wirklich spannend und auch Seilspringen mag man mitunter nicht mehr. Selbst die Achterbahnfahrten im Vergnügungspark sind dann nur noch öde.

Das Spiel ist nicht unbedingt selbst erklärend. Auch die Anleitung hilft meist nicht viel weiter und so muss man manche Sachen durch ausprobieren selber herausfinden. Am hilfreichsten ist dabei ein Symbol, was immer erscheint, wenn man mit dem Touchpen etwas antippen kann oder sogar muss. Doch ist die Bedienung des Spiels teilweise sehr schwierig. Gerade in zeitkritischen Spielen versagt der Spieler, weil er wieder einmal den zu klein geratenen Bereich nicht mit dem Touchpen genau trifft. Daher verbringt man die meiste Zeit damit wild auf dem Touchscreen herum zu hämmern, was weder für den Nintendo gut ist noch zum Spielvergnügen beträgt.

Immerhin wechselt die Hintergrundmusik ab und zu; ist aber auch nicht zu eintönig, um sie gleich abzustellen.

 

Fazit:

Selbst Hello-Kitty-Fans sollten sich die Anschaffung überlegen. Langzeitmotivation und Spaßfaktor sind einfach zu gering für dieses reine Merchandisingprodukt. Bedienungskomfort sucht man vergeblich. Da hätte man mehr daraus machen müssen.

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Hello Kitty – Big City Dreams

von Empire

Plattform: Nintendo DS

erschienen: 14.11.2008

USK-Einstufung: freigegeben ohne Altersbeschränkung

ASIN: B001DDP4KE

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 11.02.2010, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47