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Hellsing Ultimate OVA, Vol. 7

Rezension von Christel Scheja

 

Die „Hellsing Ultimate OVA“ geht nun in die siebte Runde. Wie alle Teile nach der vierten ist auch diese eine Neuveröffentlichung, wie immer im schön gestylten Mediabook mit ausführlichem Booklet.

 

Zooling Blitz versucht im Auftrag des Majors noch immer das Hauptquartier der „Hellsing“-Organisation einzunehmen. Das erweist sich als schwieriger als gedacht, denn Bernadotte, der gerissene Söldnerführer und seine „Wild Geese“ leisten zusammen mit Seras Victoria, Alucards junger Schülerin, erbitterten Widerstand.

Zwar setzt die Werwölfin gezielt ihre Illusionen ein, um so ihre Gegner zu schwächen, aber sie kann nicht verhindern, dass gerade Bernadotte und Seras diese abwerfen. Obwohl der Söldnerführer die Vampirin bisher immer getriezt und gelegentlich auch sexuell belästigt hat, so erweisen sich doch beide jetzt als eingespieltes Team, das sich nichts gefallen lässt.

Vielleicht liegt es auch an Bernadottes Vergangenheit und Abstammung aus einer ganzen Linie von Söldnern, dass er am Ende zum ultimativen Opfer bereit ist, um Seras Victoria die Macht zu geben, die sie braucht …

 

Die siebte Folge der „Hellsing Ultimate OVA“ konzentriert sich nun ganz auf die Ereignisse im Hauptquartier und die dort befindlichen Leute. Der Kampf zwischen Zooling Blitz und den Verteidigern ist in vollem Gang, es sieht fast so aus, als ob die Werwölfin und ihre Truppen die Oberhand gewinnen könnten. Viele Söldner fallen durch die Illusionen den Vampirtruppen zum Opfer oder geben ihren Widerstand auf, nur zwei Personen lassen sich nichts gefallen … so dass sich das Drama ganz auf die beiden konzentriert.

Und das ist es auch, was diese Folge so erstaunlich bodenständig macht. Vom Pathos der anderen Episoden ist nicht so viel zu spüren – sie ist viel bodenständiger und persönlicher, zumal man auch noch einiges über den sonst nicht auf den Mund gefallenen Söldnerführer hört.

Allerdings ist die Geschichte inzwischen so eingebunden, dass man wirklich nur noch Spaß an der Folge hat, wenn man alles kennt. Die Handlung selbst ist nicht ganz so komplex wie befürchtet – aber die Beziehungen der Figuren untereinander haben sich mittlerweile stark weiterentwickelt. Trotz der Betonung auf Action und Kämpfe, nimmt sich die Serie doch immer Zeit, um Einblicke in das Leben und Denken der Charaktere zu bringen, was sie dem Zuschauer näher bringt.

Von der Animation her ist die Folge von hoher, fast kinoreifer Qualität und würde vermutlich auch auf der großen Leinwand wirken. Aber dennoch muss sich jeder selbst entscheiden, ob er wirklich bereit ist, über zwanzig Euro für vielleicht gerade einmal vierzig Minuten Episode auszugeben, auch wenn die graphische Seite überragend ist. Das Booklet ist jedenfalls wie immer sehr informativ, auf der DVD gibt es gerade einmal ein Textless Ending, das die schönen Bilder des Abspanns besser zur Geltung kommen lässt.

 

 

Fazit:

 

Auch wenn die siebte Episode der „Hellsing Ultimate OVA“ bodenständiger als ihre Vorgänger ist, weil sie sich nur auf wenige Figuren konzentriert, ist sie so spannend und unterhaltsam wie diese – vorausgesetzt man kennt die Saga gut genug. Wie immer sind Gewalt und Grausamkeit sehr grafisch herausgearbeitet, dass es leicht nachvollziehbar wird, warum auch diese Episode keine Jugendfreigabe erhält.

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Eure Meinung:

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DVD:

Hellsing Ultimate OVA, Vol. 7

Regisseur(e): Hiroyuki Tanaka

Format: Dolby, PAL, Surround Sound

Sprache: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Anzahl Disks: 1

FSK: Freigegeben ab 18 Jahren

Studio: Nipponart

Erscheinungstermin: 28. August 2015

Produktionsjahr: 2006

Spieldauer: 43 Minuten

ASIN: B010MFD7I4

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 02.09.2015, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 10:23