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Hesse, Hermann

Hermann Hesse 1927, Foto von Gret Widmann
Hermann Hesse 1927, Foto von Gret Widmann

Biographie

Hermann Karl Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw geboren und starb am 9. August 1962 in Montagnola in der Schweiz.

Durch seine Eltern besaß er zunächst die russische Staatsbürgerschaft, später die der Schweiz, da sie ab 1881 fünf Jahre in Basel lebten.

Nach einer Mechanikerlehre wechselte Hesse ins Buchhandelsgewerbe und arbeitete im Anschluss an diese Ausbildung in Tübingen weiter als Buchhändler. Nebenbei veröffentlichte er 1898 seinen ersten Gedichtband Romantische Lieder und im Sommer 1899 die Prosasammlung Eine Stunde hinter Mitternacht, beides jedoch ohne größeren Erfolg.

Er zog nach Basel und wurde wegen seiner Sehschwäche vom Militärdienst befreit.

1900 erschien Hermann Lauscher unter Pseudonym.

Der Erfolg seines Romans Peter Camenzind erlaubte es ihm, 1904 die Fotografin Maria Bernoulli zu heiraten und sich am Bodensee als freier Schriftsteller nieder zu lassen. Das Paar bekam drei Kinder. Eheprobleme führten zunächst zu diversen Reisen Hesses und 1923 zur Scheidung.

Zu Beginn des Wrsten Weltkrieges meldete Hesse sich als Freiwilliger für das Deutsche Heer, wurde aber wegen seiner Untauglichkeit nicht genommen. Er engagierte sich in Soldatenblättern und Büchereien für Kriegsgefangene.

Sein Aufsatz in der Neuen Zürcher Zeitung O Freunde, nicht diese Töne, in dem er gegen Patriotismus unter Intellektuellen anging, bescherte ihn diverse Feinde. In Ascona lernte er Gusto Gräser kennen, einem Kriegsdienstverweigerer, der ihn auch zum Kriegsgegner werden ließ, was 1919 in den Roman Demian einfloss, der unter Pseudonym erschien.

1919 siedelte er ins Tessin. Es folgten seine berühmten Romane Siddhartha 1922 und Der Steppenwolf 1927, so wie 1930 die Erzählung Narziß und Goldmund.

Am 11. Januar 1924 heirate er Ruth Wenger, die sich jedoch 1927 wieder von ihm scheiden ließ. Seine dritte Frau, Ninon Dolbin, die ihm bereits als Vierzehnjährige Briefe geschrieben hatte, ehelichte er 1931.

Obwohl er nicht offen gegen den deutschen Nationalsozialismus auftrat, galt er ab 1936 im Reich als unerwünscht. Er flüchtete sich ins Schreiben und so entstand schließlich der 1943 in der Schweiz veröffentlichte Roman Das Glasperlenspiel.

1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Hesse verstarb in der Nacht zum 9. August 1962 im Schlaf an einem Schlaganfall. Sein Grab liegt neben Hugo Ball und dessen Frau Emmy im schweizerischen Gentilino.

 

Er schrieb auch unter dem Pseudonym Emil Sinclair

Bibliographie

ohne Anspruch auf Vollständigkeit

 

Der Steppenwolf, 1927

Aquarelle: Gunter Böhmer

Suhrkamp, 1985

gebundene Ausgabe, 286 Seiten

Cover: Willi Fleckhaus

ISBN-10: 3518018698

ISBN-13: 978-3518018699

Erhältlich bei Amazon

Kindle-ASIN: B006LZGHGY

Erhältlich bei Amazon Kindle-edition

 

Der Steppenwolf

Hörspielbearbeitung: Valerie Stiegele

Regie: Christiane Ohaus

Musik: Michael Riessler

Umfang: 3 CD

ca. 200 min. Laufzeit

Produktion: hr2, Radio Bremen

Der Hörverlag, Januar 2008

ISBN-10: 3867172226

ISBN-13: 978-3867172226

Erhältlich bei Amazon

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Erstellt: 04.04.2008, zuletzt aktualisiert: 18.08.2019 19:56