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Hexenkind von Sabine Thiesler

Rezension von Katrin Kress

 

Noch nie in seinem Leben hatte er so viel Blut gesehen.

 

In einem einsam gelegenen alten Bauernhaus in der Toskana entdeckt ein Pilzesammler eine schrecklich zugerichtete Leiche. Sarah, der deutschen Frau des Trattoriabesitzers Romano, wurde die Kehle durchgeschnitten.

Dieser brutale Mord ist aber noch lange nicht das Ende eines Unheils, das bereits vor zwanzig Jahren begann: Sarah flieht zusammen mit Romano und ihrer kleinen, hochbegabten Tochter Elsa aus Berlin und aus einer Beziehung mit einem genialen, aber gewalttätigen Musiker. In Romanos Heimat fangen sie ein neues Leben an und eroffnen eine Trattoria. Aber ihr Glück währt nur kurz, denn der gemeinsame Sohn Edi ist nach einem Unfall geistig behindert. Sarah kompensiert ihr Unglück, indem sie Beziehungen zu verschiedenen Männern hat. Sie lebt ein gefährliches Leben und ahnt nicht, dass sie längst von der Vergangenheit eingeholt wird.

 

Rezension:

Sarah wird in ihrem Haus mit durchschnittenen Kehle aufgefunden. Warum hat jemand die lebenslustige und lebensbejahende Frau so zugerichtet? Erklären kann sich das niemand. Wirklich niemand?

 

Die Ereignisse, die zu diesem Mord führten, reichen über zwanzig Jahre zurück und nehmen ihren Anfang in Deutschland. Sarah spannt ihrer Freundin beim Zelten an der Ostsee ihren Freund aus, einen eigenbrötlerischen Musiker. Schnell ziehen die beiden zusammen und Sarah wird schwanger und Elsa wird geboren. Elsa ist ein sehr anstrengendes Kind, das permanent schreit und sich dann nicht beruhigen lässt. Ihr Mann erträgt dieses Kind nicht und immer wieder wird er Sarah gegenüber gewalttätig, so das sie bald von ihm flüchtet. Von ihren Eltern erhält sie keinerlei Unterstützung und Rückhalt, sie halten Franky für einen charmanten Mann, der nur das beste für ihre Tochter will.

Sarah lernt den Italiener Romano kennen, der ihr hilft, wo er nur kann. Als die Unterstellungen von Franky allerdings immer schlimmer werden, flüchtet sie - dieses Mal schwanger von Romano - mit ihrer Tochter und ihm nach Italien, wo sie gemeinsam eine Trattoria eröffnen.

Eduardo kommt in Italien zur Welt und wird von allen geliebt, nur Elsa betrachtet ihn skeptisch. Häufig muss sie auf ihn aufpassen und schon früh fängt sie an, Eduard zu piesacken.

An Eduards zweitem Geburtstag fällt er in den Teich, überlebt diesen Unfall zwar, aber er hat Hirnschädigungen, so dass er auf dem Stand eines zweijährigen stehen bleibt.

Edi liebt seine große Schwester über alles und versucht immer wieder, ihren oftmals widerwärtigen Anforderungen gerecht zu werden, so das Elsa Edi schon bald soweit hat, das er alles für sie tut.

Ein Buch ohne viel Blut und grauenvollen Details, aber trotzdem ein Buch, das einem schauern lässt und vor allen Dingen nicht loslässt. Die menschlichen Abgründe, die in diesem Buch geschildert werden, sind grauenvoller, als viele blutigen Details in anderen Thrillern.

 

 

Fazit:

Ein wirklich mitreißender Thriller, welcher eher durch unterschwellige Grausamkeiten Punktet. Leider wirkt der Plot an manchen Stellen sehr konstruiert und verliert am Ende stark an Tempo. Ansonsten kann ich nur sagen weiter so Frau Thiesler. Wenn ihre weiteren Bücher das gleiche Niveu behalten wie die ersten beiden, wandern Sie auf die Liste der Must-Read Autoren in diesem Genre.

 

Ein muss für alle Fans von grausamen unterschwelligen Thrillern ohne viel Blut aber mit Gänsehaut Garantie.

 

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Hexenkind

Autor: Sabine Thiesler

Broschiert: 576 Seiten

Verlag: Heyne TB

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453432746

ISBN-13: 978-3453432741

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 31.05.2008, zuletzt aktualisiert: 02.11.2017 18:47